Overhead-Art-Salon

Hier stellen ausschließlich Künstlerinnen aus

Bei Sylvia Bahr im Overhead-Art-Salon an der Gasstraße stellen in der Ausstellung „Vibesbilder“ ausschließlich Künstlerinnen au.
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Bei Sylvia Bahr im Overhead-Art-Salon an der Gasstraße stellen in der Ausstellung „Vibesbilder“ ausschließlich Künstlerinnen aus.

Im Overhead-Art-Salon an der Gasstraße präsentiert Sylvia Bahr „Vibesbilder“.

Von Philipp Müller

Solingen. Mit der Ausstellung „Vibesbilder“ stellt der Overhead-Art-Salon an der Gasstraße jetzt seine zweite Ausstellung vor. Der Begriff „Vibes“ ist dabei bewusst zweideutig gewählt. Sylvia Bahr, die den Art-Salon leitet und organisiert, sagt, die deutsche Übersetzung „Schwingungen“ sei schon richtig. Denn es geht ihr darum, die Motivation und Gefühle ihrer Künstlerinnen zu inszenieren und durch die Kunst zu zeigen. „Vibesbilder“ dürfe man aber auch durchaus als „Weibsbilder“ verstehen: Schließlich habe sie sich bewusst dafür entscheiden, Frauen den Vorrang für die neue Ausstellung zu geben. So vereint sie die Klasse der Kunst mit einer großen Stilvielfalt und präsentiert moderne Kunst.

Der Overhead-Art-Salon existiert seit Ende September vergangenen Jahres und gehört zum Projekt der Overhead-Gallery, die Sitze in Köln und Münster hat. Zum Programm gehört, die Künstlerinnen und Künstler, die die Galerie vertritt, auch auf Messen zu zeigen. So ist Bahr mit ihren Kollegen oft auf der Art Karlsruhe mit einem eigenen Stand engagiert.

Bahr ist Nähe wichtig, damit die Kunst ihre Wirkung entfalten kann

Der Salon in Solingen ist Teil des Projekts Overhead-Gallery, das in Köln und Münster Sitze hat. Seit Ende September 2021 existiert der Solinger Salon.

Doch im Mittelpunkt stehe auch, dass sich die Kunstschaffenden weiterentwickeln können, betont Sylvia Bahr, die selbst auch als Persönlichkeitstrainerin arbeitet. Und noch etwas sei Overhead wichtig: „Wir arbeiten nur mit Menschen zusammen, mit denen wir das gerne tun und es auf der persönlichen Ebenen auch gut funktioniert.“ Die Nähe ist Bahr auch deshalb wichtig, damit die Kunst ihre Wirkung entfalten kann.

„Vibesbilder“ ist deshalb entstanden, weil sie bei der Eröffnungsschau gemerkt habe, wie gut die Kunst einzelne Räume beherrschen kann. Das setzt sie dann etwa konsequent damit um, die beiden Schwestern Suscha und Cora Korte in den künstlerischen Dialog zu stellen. Ist es bei Suscha eine Mischung aus postmoderner Pop-Art, die die Werke bestimmen, geht es in der Gegenständlichkeit von Cora – sie malt gerne auf Glas – auch romantisch zu. Sätze oder Worte setzen beide in ihren Bildern ein und weisen den Weg zur Interpretation. Oder doch nicht? Suschas Bild „Flagge“ ist so ein Grenzfall. Der Titel des Bildes ist als Neonschrift zu sehen und die Flagge ist ein naturalistisch gemaltes Geschirrtuch mit ein paar Fetzen des Stoffs. Mit gemaltem Paketband klebt es auf einer abstrakten Fläche. Da haben Auge und Hirn zu tun.

Ein Werk als Grenzfall: Suscha Kortes Bild „Flagge“ lässt Auge und Hirn gleichermaßen auf Touren kommen.

Stark sind auch die Fotos von Maike Brautmeier. Sie inszeniert einzelne Personen, aber auch ganz Gruppen, so dass die Fotos fast so wie von Alten Meistern gemalt erscheinen. Gemalt ist das richtige Stichwort, denn Brautmeier lässt an manche ihrer Bilder die Malerin Julia Drahmann heran. Mit großer Transparenz der Ölfarben schafft diese zusätzliche Licht- und Raumdimensionen in den Fotos.

In Grautönen gehaltene Studien von Menschen und ihren Händen von Cynthia Evers aus Belgien runden „Vibesbilder“ ab. Stopp. Die abstrakten, sehr bewusst komponierten stillleben-artigen Mischungen aus verschwimmender Fläche und geometrischen langen Formen von Bettina Hachmann sind ein echter Blickfang.

Vibesbilder

Vibesbilder dürfen – neben der deutschen Vibe-Übersetzung Schwingungen – durchaus auch als „Weibsbilder“ interpretiert werden.

Sylvia Bahr öffnet den Overhead-Art-Salon an der Gasstraße 54 nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Zu sehen sind die Werke in der Galerie und einem weiteren Raum. Bahr ist telefonisch, Tel. (01 78) 6 92 31 44, erreichbar und zudem per E-Mail: info@overhead-gallery.com

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