Posterausstellung

Museum zeigt MiQua-Ausstellung zur jüdischen Geschichte

Sylvia Löhrmann eröffnet am 13. Juli die MiQua-Ausstellung im Zentrum für verfolgte Künste.
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Sylvia Löhrmann eröffnet am 13. Juli die MiQua-Ausstellung im Zentrum für verfolgte Künste.

Verein Jüdisches Leben in Deutschland will weiter Präsenz in Solingen zeigen.

Von Philipp Müller

Solingen. Noch gibt es das neue Museum des Landschaftverbands Rheinland (LVR) in Köln gar nicht. Und doch ist das „MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“ schon in der Öffentlichkeit präsent. Ab kommenden Mittwoch ist die Posterausstellung „Gesichter und Geschichten – Jüdisches Leben in Deutschland“ im Zentrum für verfolgte Künste zu sehen. Am Eröffnungsabend um 17 Uhr wird dazu der Film „Kichka – Life is a Cartoon“ gezeigt, den das Museum produziert hat.

Jürgen Kaumkötter, der Direktor des Zentrums für verfolgte Künste, erklärt, dass er die Ausstellung gerne zeige. „Sie passt auch gut zu unserem Auftrag.“ Da das Museum selbst noch nicht existiert, behilft es sich mit Roll-ups.

QR-Codes vertiefendie Ausstellung

In 17 Stationen werden die Themen „Recht und Unrecht“, „Leben und Miteinander“, „Religion und Geistesgeschichte“ sowie „Kunst und Kultur“ aufgegriffen und zur Diskussion anregend präsentiert. So sollen die Besuchenden den Spuren jüdischen Lebens in Deutschland nachgehen können, das ist die Intention der Wanderausstellung. QR-Codes leiten auf die Internetseite das künftigen MiQua und vertiefen die Ausstellung.

Zur Eröffnung spricht Sylvia Löhrmann, die Generalsekretärin des Vereins Jüdisches Leben in Deutschland. Gerade hatte das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ geendet, jedoch wollen Löhrmann und der Verein die Arbeit fortsetzen, wie sie bereits in einem Tageblatt-Interview angekündigt hatte. Der Verein verweist darauf, in mehr als 2400 Veranstaltungen bundesweit, teils auch im Ausland, habe der in Köln ansässige Verein gemeinsam mit über 840 Projektpartner jüdische Feste gefeiert.

In Solingen soll das nicht nur mit der MiQua-Wanderausstellung fortgesetzt werden. Bei einer Feierstunde mit den 20 Projektpartnern des Festjahrs aus dem Bergischen Land sei unter anderem dieses Ziel formuliert worden: „In der Klingenstadt soll jüdisches Leben entsprechend den Zielen des Festjahres auch weiterhin sichtbar und erlebbar sein.“

Das freute auch Leonid Goldberg, den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Wuppertal, die im gesamten Bergischen Land aktiv ist. Mit Blick auf den nächsten Kippa-Tag, der am 23. August stattfindet, hob er hervor, dass „Solingen die einzige Stadt in Deutschland“ sei, in der diese Solidaritätsbekundung seit fünf Jahren regelmäßig stattfindet.

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