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Mundartgruppe De Höpperlengs sucht Mitglieder und „Metkaller“

Sie sind De Höpperlengs: Gudrun Gerold (hinten, v. l.), Cornelia Steingans, Elli Hoppe (Mitte, v. l.), Michael Neuhaus, Sonja Kulac, Andreas Förster und Ursel Ohliger (unten).
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Sie sind De Höpperlengs: Gudrun Gerold (hinten, v. l.), Cornelia Steingans, Elli Hoppe (Mitte, v. l.), Michael Neuhaus, Sonja Kulac, Andreas Förster und Ursel Ohliger (unten).

Seit zwölf Jahren treffen sich die Mundart-Begeisterten rund um Cornelia Steingans.

Von Andreas Erdmann

Solingen. Aus vollen Kehlen stimmt die Mundartgruppe „De Höpperlengs“ das Bergische Heimatlied in Solinger Mundart an: „Wo de Fonken noch sprüöhen, der Hamer noch klengt, wo noch beï der Arbeït en Liëdschen men sengt.“ Seit zwölf Jahren trifft sich der Kreis der Mundart-Begeisterten um Cornelia Steingans freitags alle zwei Wochen in den Räumen des Psychosozialen Trägervereins (PTV) in der Kölner Straße 1.

Gegründet habe sie die Gruppe 2010 im Rahmen ihres Berufspraktikums, erklärt die Altentherapeutin: „Mundart verbindet und fördert Gemeinschaft. Mundart macht Freude und tut Herz und Seele gut.“ Der Gruppenname entstand, da es bei ihnen wie bei Fröschen, „Höpperlengen“, oft sehr lebhaft zugehe, führt „Plattkallerin“ Sonja Kulac aus. „Unsere Runde hat familiären Charakter. Wir duzen uns alle – im Solinger Platt gibt es kein Sie.“ Neben dem gemütlichen Beisammensein lesen die Höpperlengs Lektüre in Mundart. „Ob es Mundarttexte aus dem Solinger Tageblatt sind oder Gedichte und Geschichten aus Büchern, durch Vorlesen wächst unser Wortschatz“, erklärt Ursel Fuchs.

„So lernen wir immer noch etwas dazu“, führt Michael Neuhaus aus. „Dabei stößt man beim Lesen immer wieder auf urkomische Begriffe wie Schmaihtlappen, Flabes, Hospes oder Vlizepee.“

Mundartgruppe ist auf vielen Feldern unterwegs

Doch man widme sich auch ernsten Themen und diskutiere im Anschluss darüber, erklärt Elli Hoppe, deren verstorbener Mann, Karl Hoppe, selber Texte in Solinger Mundart verfasste. Hin und wieder verfasst die Gruppe gemeinsam eigene „Dönekes“ und Gedichte – zum Vortragen bei Festen oder für die Mundartrubrik im Tageblatt. Auch bei einem Gottesdienst „op Soliger Platt“ in der Dorper Kirche war die Gruppe bereits aktiv beteiligt.

Wahre Highlights sind gemeinsame Ausflugsfahrten, so fuhr man zum Beispiel schon in die Eifel, zum Nevigeser Dom und zum Weihnachtsmarkt nach Münster.

„Infolge der Corona-Krise 2020 und 2021, während der wir uns nicht trafen, aber auch durch einige Todesfälle hat die Mitgliederzahl stark abgenommen“, berichtet Cornelia Steingans. Waren es zuvor 15 Mitwirkende, gehören heute nur noch sechs zum festen Kern der Gruppe. „Wir suchen also kräftig Metkaller.“

Kontakt: Cornelia Steingans, De Höpperlengs, Tel. 01 73 3 56 48 58 oder (02 12) 5 14 64.

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