Minus 2,5 Millionen Euro

Symphoniker: Solingen und Remscheid überweisen jeweils 1,8 Millionen Euro

Die Bergischen Symphoniker und ihre GmbH mit Geschäftsführer Stefan Schreiner blicken auf solide Zahlen.
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Die Bergischen Symphoniker und ihre GmbH mit Geschäftsführer Stefan Schreiner blicken auf solide Zahlen.

Die wirtschaftliche Lage ist stabil.

Von Melissa Wienzek

Bergisches Land. Minus 2,5 Millionen Euro – diese Zahl steht unterm Strich nach der Spielzeit 2020/2021 der Bergischen Symphoniker. Auch, wenn es ein Minus ist: Die Bilanz fällt besser aus als noch ein Jahr zuvor. Damals lag die Unterdeckung bei Minus 3,6 Millionen Euro.

Eigentlich war man von einem Fehlbetrag von 2,9 Millionen Euro ausgegangen. Das deutlich über Plan liegende Ergebnis ist auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Kurzarbeitergelderstattungen zurückzuführen, heißt es von der Gesellschafterversammlung dazu. Das Zahlenwerk war nach Angaben von Stefan Schreiner, Geschäftsführer der GmbH der Symphoniker, Thema im Solinger Kultur- und auch Beteiligungsausschuss. Dies mit diesen Auswirkungen:

Sonderzuschuss: Die Mitglieder des Remscheider Hauptausschusses und des Ausschusses für nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung und Finanzen segneten ebenfalls nicht nur das Jahresergebnis ab, sondern auch den Sonderzuschuss zur Liquiditätssicherung des bergischen Orchesters. Dieser beträgt 250.000 Euro und wird auch für die Spielzeiten 2022/2023 und 2023/2024 gezahlt.

Betriebskostenzuschuss: Auch der Zahlung des jährlichen Betriebskostenzuschusses in Höhe von 1,65 Millionen Euro erteilten die Ausschussmitglieder beider Städte grünes Licht. Somit ergeben sich erneut 1,8 Millionen Euro, die Remscheid und Solingen stets zum Ausgleich an das bergische Orchester überweisen.

„Die Städte stehen zu ihrem Wort und lassen uns nicht im Stich, dafür sind wir sehr dankbar“, hatte der Symphoniker-Geschäftsführer Stefan Schreiner bereits in einem vorigen Interview erklärt. Die Zahlungen seien in Corona-Zeiten unverändert geflossen.

Hintergrund: Die Städte Remscheid und Solingen haben im Jahr 2018 mit dem Land NRW eine Fördervereinbarung zur Stärkung der Finanzierung der Bergischen Symphoniker geschlossen. Diese erhalten durch die Fördervereinbarung jährlich eine Landeszuweisung von 456.287 Euro. Die Fördervereinbarung hat eine ursprüngliche Laufzeit bis einschließlich der Spielzeit 2021/2022 und soll bis 31. Dezember 2023 im Rahmen einer Änderungsvereinbarung verlängert werden.

In dieser Fördervereinbarung verpflichten sich die Gesellschafter, den Betriebskostenzuschuss in Höhe von 1,6 Millionen Euro je Gesellschafter zu zahlen. Weiterhin verpflichten sich die Gesellschafter, bis einschließlich 2023/2024 den Liquiditätszuschuss in Höhe von 250.000 Euro je Gesellschafter zu zahlen.

Jubiläumskonzert der Bergischen Symphoniker beim Brückenfest

Soli: Auch der „Orchester-Soli“ soll weiter fließen. Die Höhe des Betrages richtet sich nach den tatsächlichen Einnahmen. Mit Beginn der Spielzeit 2018 hatte der Stadtrat für Konzerte und Musikveranstaltungen unter Beteiligung der Bergischen Symphoniker den Solidaritätsbeitrag für die Symphoniker eingeführt – den sogenannten „Orchestersoli“.

Auf den regulären Eintrittspreis wurde seither ein Aufschlag in Höhe von 20 Prozent erhoben, der direkt der Orchestergesellschaft zufließt. Das ist eine Teilmaßnahme von mehreren, um der strukturell bedingten Finanznot entgegenzuwirken.

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