Konzert

Das Ensemble von Kreuzfidel singt fünfmal das „Gloria“

Die Proben für das Kreuzfidel-Konzert heute in einer Woche in St. Clemens laufen.
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Die Proben für das Kreuzfidel-Konzert heute in einer Woche in St. Clemens laufen.

Kirchenchor tritt am 12. November in St. Clemens auf.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Am frühen Abend des 12. November werden in der Kirche St. Clemens jubilierende Klänge zu hören sein. Gleich fünfmal singt der Chor Kreuzfidel unter der Leitung von Regionalkantor Michael Schruff ein musikalisches Gloria und nimmt dabei mit in unterschiedliche Epochen.

Viermal erklingt der Text in Latein, wie beim üppig verschnörkelten Barock von Vivaldi, beim Ausschnitt aus der romantischen Rheinberger-Messe Es-Dur, dann bei Simon Wawer, einem Komponisten der Neuzeit und bei der „Messa di Gloria“ von Puccini. Ein Deutsch gesungenes „Gloria“ wird Mendelssohn-Bartholdys „Ehre sei Gott in der Höhe“ aus seiner „Deutschen Liturgie“ sein. Dass dieses Programm nun endlich zur Aufführung kommt, mag Michael Schruff noch gar nicht richtig glauben. „Vier der Stücke waren Teil unserer Vorbereitungen für das Chorfestival 2020 im Eifel-Kloster Steinfeld, wohin wir von der Kleinen Cantorei Dahlem eingeladen waren“, erzählt er, der aus diesem Ort stammt und nach wie vor gute Beziehungen dorthin pflegt.

So kommt auch Komponist Simon Wawer ins Programm: Auch er ist Gewächs dieser Kantorei. „Aber durch den ersten Lockdown fiel das Projekt ins Wasser, leider ersatzlos, denn ein Verschieben war durch die langfristigen Planungen der Chorfestivals nicht möglich.“

Umso glücklicher sind nun alle Protagonisten von Kreuzfidel, sich endlich mit einem leicht erweiterten Konzert nach den Corona-Einschränkungen zurückmelden zu können. Denn neben einigen A capella gesungenen Stücken wird ein 20-köpfiges Kammerorchester den Chor begleiten, sowie Sabine Skodda an der Orgel. Kamil Gizenski steuert an den Manualen und Pedalen der Kleinen Orgel ein Solo bei.

Auch die Gesangssolisten sind hochkarätig: Sopranistin Lena-Maria Kramer, Altistin Christine Hoffmann, Tenor Dirk Schmitz und Bass Thomas Müller übernehmen die Solo-Partien.

Noch gilt es, bei den letzten Proben vor der Aufführung hier und da etwas fein zu schleifen, aber im Großen und Ganzen ist Michael Schruff schon sehr zufrieden und freut sich spürbar, dass es endlich wieder losgeht. Zwar sei es dem Chor recht gut gelungen, durch die Corona-Jahre zu kommen, „Wir hatten wenig Abgänge und inzwischen sind sogar ein paar Neue dazubekommen, so dass wir die alte Stärke halten konnten“. Aber die Online-Proben, das akribische Achten auf Abstand und Höchstzahl bei den Kleingruppen und die Frage nach der Perspektive habe doch bei allen an den Nerven gesägt. Mit Blick auf die nach wieder recht hohe Inzidenz, sei man bei den Proben weiter vorsichtig. „Aber wenn man zu weit weg voneinander sitzt oder steht, hört man sich nicht gut und das ist für die Chorarbeit essenziell, um den Gesamtklang gut hinzukriegen.“


Konzert, 12. November, 18 Uhr, St. Clemens; Karten gibt es für 23 Euro an der Abendkasse; Vorverkauf (20 Euro) bei den Chormitgliedern, bei Thalia und im Pfarrbüro; Schüler und Studenten 10 Euro; Tickets online: termine.solinger-tageblatt.de.

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