Szenische Lesung

Christian Brückner spricht in Heiner Müllers „Quartett“

Er hat ein bekanntes Gesicht – und eine noch bekanntere Stimme: Christian Brückner.
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Er hat ein bekanntes Gesicht – und eine noch bekanntere Stimme: Christian Brückner. Foto: Mathias Bothor

Er gibt Weltstars seine Stimme, rezitiert, ist Schauspieler und kommt jetzt ins Theater.

Solingen. Christian Brückner kennen eigentlich alle – aber in der Regel nur seine Stimme. Er lieh sie als Synchronsprecher bereits Robert De Niro, Robert Redford, Dennis Hopper, Gérard Depardieu, Alain Delon, Donald Sutherland, Jon Voight und vielen anderen Charakterdarstellern mehr. Dazu kommen unzählige Einsätze als Sprecher in Hörspielen oder für Dokumentarfilme.

Am 1. Juni kommt Brückner in die Theater-Lounge im Theater und Konzerthaus: zu einer szenischen Lesung aus Heiner Müllers „Quartett“. Regie führt Andreas Schäfer. Weiter wirken neben Brückner mit: die Solinger Schauspielerin Claudia Gahrke, Ruthilde Holzenkamp mit ihrem Akkordeon und der Komponist Herbert A. Mitschke.

Eigentlich ist das Stück ein Wortdialog mit Musik. Es basiert auf Choderlos de Laclos berühmtem Briefroman „Gefährliche Liebschaften“, den Heiner Müller für die Bühne verdichtet hat. Andreas Schäfer erklärt zum Inhalt: „Es geht um Macht, um Liebe im Krieg und darum, was geschieht, wenn aus Liebe Krieg wird. Die zwei Antagonisten, Vicomte de Valmont und Marquise de Merteuil tragen einen Machtkampf aus und taumeln wortgewaltig durch die Ruinen ihrer Liebe.“

Mit Christian Brückner hat Andreas Schäfer für den Abend einen Schauspieler gewonnen, der weit mehr kann als die Synchronisation, mit der er bekannt wurde. Er trat in vielen Spielfilmen auf, war Gast in Tatort-Folgen. Als Rezitator vereint er gerne Musik und Literatur, war beispielsweise auf dem Schleswig-Holstein-Musikfestival mehrfach Gast. Und als wenn das für das Multitalent nicht genug ist: Längst ist er auch in der digitalen Welt angekommen und seine Stimme ist in einem Computerspiel zu hören. Doch in Solingen wird er dann den Worten Heiner Müllers die Kraft und Intensität verleihen, die man von dem Künstler kennt. pm

1. Juni, 19.30 Uhr, Theater Lounge, Karten für die Aufführung gibt es an der Theaterkasse (Tel.: 20 48 20) und online unter: www.theater-solingen.de

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