Konzert

Cat Ballou bringen kölsche Stimmung mit

Cat Ballou starteten ihre Tour am Donnerstagabend in der Cobra.
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Cat Ballou starteten ihre Tour am Donnerstagabend in der Cobra.

Mit neuen und alten Songs startete die fünfköpfige Kultband ihre Tour in der Cobra.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Um 20.10 Uhr hatten das Vorschuss-Gejohle und der kräftige Beifall in der Cobra Erfolg: Unter noch lauterem Applaus und ersten kreisenden Lichtspots nahmen Cat Ballou – Oliver Niesen (E-Bass), Kevin Wittwer (Schlagzeug), Hannes Feder (Keyboard), Dominik Schönenborn (Gitarre) sowie Frontmann Yannick Richter – ihre Plätze an Instrumenten und Mikros ein.

Schon mit den ersten Tönen zeigte der Stimmungszeiger im Saal endgültig auf „Party“. Waren die mitgebrachten Handy-Kameras zuvor für Selfies im Einsatz gewesen, so richteten die Besitzer sie nun auf die Bühne, um zumindest Ausschnitte des Geschehens digital zu konservieren. Farbige Lichtkegel in grellem Rot, Grün, Gelb und Blau kreisten durch den Saal, die Buchstaben des Hintergrund-Schriftzuges „Cat Ballou“ als Bühnenkulisse leuchten mal Neon-blau, mal violett oder rot: Auch die Augen bekamen genügend geboten.

Wir haben uns dermaßen auf diesen Tag gefreut.

Yannik Richter, Cat Ballou

„Wir haben uns dermaßen auf diesen Tag gefreut“, rief Yannik Richter zu Beginn euphorisch zum Publikum hinunter, das den Saal wie zu Vor-Corona-Zeiten dicht an dicht füllte. „Hier in Solingen starten wie unsere Deutschland-Tour, die wir seit zwei Jahren immer wieder neu verschieben mussten“ – ein Satz, der neuerlichen Applaus nach sich zog und die Atmosphäre noch mehr verdichtete.

Song folgte auf Song, Hit auf Hit in einer munteren Mischung aus Altem und Neuem. Immer wieder bewiesen die Fans ihre Textsicherheit bei Ohrwürmern wie „Et jitt kein Wood“, „Du bes nit allein“ oder „Liebe Deine Stadt“. Auch die neue Hymne „Oh wie schön“, in der Corona-Zeit mit Hoffnung auf den ersten Auftritt nach den Lockdowns entstanden, wurde begeistert aufgenommen. Texte, die zuvor nicht oder nur wenig bekannt waren, wurden schnell und mit Hilfestellung gelernt und mitgesungen. Sogar ein Chorus-Dialog mit von Richter eingeteilter linker und rechter Saalhälfte klang gar nicht mal so übel und brachte zusätzliche Munterkeit ins Publikum. Mal fetziger, mal stiller, aber immer begeistert vom Saal aufgenommen, teilten die Fünf ihre Musik aus vollem Herzen mit ihrem Auditorium.

„Ich mag es, wie die Jungs das kölsche Lebensgefühl mit Klängen und Texten ausdrücken“, sagte Uschi Kramer, seit Jahren bekennender Fan. Deshalb feierte die 47-Jährige mit dem Konzert in der Cobra gemeinsam mit ihrem Freundeskreis ihren Geburtstag nach. „Der war zwar schon im Januar, aber da war ja an sowas noch nicht zu denken.“

Um die durch Tanzen und Klatschen verlorene Flüssigkeit aufzufüllen, flossen reichlich Getränke durch die Zuschauer-Kehlen. Die Truppe an der Bar war pausenlos im Einsatz – auch, um mit Sackkarren immer neue Bier- oder Wasserkästen aus dem Lager heranzuschaffen.

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