„Sehnsucht nach Wald leuchtet“

Wald: Künstler schaffen märchenhaftes Spektakel

Die Künstler des Stelzen-Walkacts „Pantao“ zogen mit ihren aufwendigen Kostümen alle Blicke auf sich. Fotos: Christian Beier
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Die Künstler des Stelzen-Walkacts „Pantao“ zogen mit ihren aufwendigen Kostümen alle Blicke auf sich.

„Sehnsucht nach Wald leuchtet“: Team der Walder Theatertage bot zauberhaftes Programm.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Wald. Als nach gut anderthalb Stunden alle Protagonisten der Veranstaltung mit den Zuschauern im Finale klatschen und groovten, war das herbstliche Wetter endgültig vergessen. Die fünf fantastischen Stelzenfiguren der Gruppe „Pantao“ swingten im Takt mit der Reifenartistin Hoopelai, den Schwebekünstlern Merel Kamp und Hendrick-Jan de Stuntman sowie den Feuerwerkern des Theaters Van Werwen.

Veranstalter schufen Alternative zu klassischem „Wald leuchtet“

Und das alles zu den zu Klängen der „Slampampers“ – eine Band, die Rhythm & Blues der 40er und 50er Jahre mit originellen Eigenkompositionen und Slapstick-Einlagen verbindet. Das Publikum wippte und applaudierte eifrig mit.

Peter Wirtz, Schulleiter der Friedrich-Albert-Lange-Schule (Fals) und Kopf der Walder Theatertage, hatte es sich nicht nehmen lassen, mit einem bunten Programm wenigstens die „Sehnsucht nach Wald leuchtet“ zu wecken. Schließlich musste das beliebte Stadtteil-Event in seiner bekannten Form in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Aufgrund der Beschränkung auf rund 100 Zuschauer nahm das Team in diesem Jahr erstmals einen Eintritt von zehn Euro. Wer keine Karte erhalten hatte, für den gab es ein kleines Trostpflaster: Er konnte die Veranstaltung online im Livestream verfolgen.

Die Karten für die sorgfältig auf Abstand gestellten Sitzplätze waren im Vorfeld der Veranstaltung schnell ausverkauft gewesen. Mit Kissen und Decken für die herbstlichen Temperaturen gewappnet, genossen die Besucher die farbenfrohen Illusionen und bemerkenswertes artistisches Können. Moderiert von Peter Wirtz, entfaltete sich ein heiterer Varieté-Reigen, der sowohl dem Publikum als auch den Künstlern sichtlich Spaß machte.

Märchenerzähler Bernd Erlenkötter machte den Auftakt mit seiner Geschichte über den Ursprung von „Wald leuchtet“. Diesmal nicht im Turmzimmer der Walder Kirche, sondern auf dem roten Samt eines goldenen Armstuhls, nahm er das Publikum mit in unterhaltsame und verzaubernde anderthalb Stunden. Das Treppenpodest des Schuleingangs wurde hierbei zur Bühne umfunktioniert. Zwei Mal präsentierten sich die überdimensionalen Lichtfiguren von Pantao ihrem Publikum. Waren es beim Auftritt in der Dämmerung noch Kostüm- und Masken-Details, die bei ihrem Gang durch die Reihen faszinierten, so beeindruckten sie am späteren Abend durch ihre magisch beleuchteten Laternenstöcke mit bunten Verzierungen.

Andréanne Thiboutot, genannt „Hoopelai“, erntete viele Lacher, als sie in ihre Darbietung mit mehreren Hula-Hoop-Reifen immer wieder Zuschauer aus dem Publikum miteinbezog. Ihrem pantomimischem Charme und Temperament konnte sich dabei kaum jemand entziehen.

„Slampampers“ erzählten eine Liebesgeschichte ohne Worte

Die „Slampampers“ begleiteten sie musikalisch, nachdem sie zuvor mit ihrem Solo gepunktet hatten. Die Kombo um Merel Kamp und Hendrick-Jan de Stuntman verblüffte mit einer tragikomischen Nummer am „Feder-Trapez“ und ernteten jede Menge bewundernde Blicke. Locker hin und herschwingend erzählten sie ganz ohne Worte ihre Liebesgeschichte vom Anfang bis zum Happy End.

Ein sinnliches Schauspiel besonderer Art gab es mit Bernd van Werven und Andreas Dükers „Caprichos de fuego“ lautete der Titel ihrer Feuer-Performance zu barocken Klängen. Wie Blitze zuckten Feuer-Kreise im Dunkel.

„Sehnsucht nach Wald leuchtet“: Team der Walder Theatertage bot zauberhaftes Programm

 © Christian Beier
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 © Christian Beier
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 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
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 © Christian Beier
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 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier

SEHNSUCHT NACH WALD LEUCHTET

Symbolträchtig verteilten die Veranstalter – das Team der Walder Theatertage und der Walder Werbering – 2020 Papiertüten an Haushalte, um die Tütchen mit Kerzen zu erleuchten und somit ein Zeichen der Sehnsucht nach der Originalveranstaltung „Wald leuchtet“ zu setzen.

„Wald leuchtet“ ist eines der drei Licht-Straßenfeste, die seit rund zehn Jahren in den Solinger Stadtteilen Mitte, Gräfrath und Wald den Herbst einläuten. Wie alle Großveranstaltungen konnten sie aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr gar nicht oder nicht in gewohnter Weise stattfinden.

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