Ausstellung

Künstler Hans Brunne wirft einen Blick vor und zurück

Hans Brunne lebt in Gräfrath und zeigt seine Ausstellung jetzt auch im Stadtteil.
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Hans Brunne lebt in Gräfrath und zeigt seine Ausstellung jetzt auch im Stadtteil.

Ausstellung wird heute am Dycker Feld eröffnet.

Von Karl-Rainer Broch

Solingen. Der Solinger Maler Hans Brunne ist in der Solinger Künstlerszene mit seinen 86 Jahren ein Urgestein. Ihm zu Ehren hat die Steuerberatung ghh (Dr. Ganns, Heinekamp und Heibges) eine Ausstellung ermöglicht, die das Werk von Hans Brunne unter dem Titel „Rückblicke und Ausblicke“ zeigt. Bei der Vernissage, heute um 17.30 Uhr, wird Gisela Elbracht-Iglhaut, Direktorin des Solinger Kunstmuseums, in den ghh-Geschäftsräumen am Dycker Feld 72 die passenden Worte finden, um der Bedeutung der Bilder, Zeichnungen und Collagen gerecht zu werden.

Der 1936 geborene Künstler lebt seit 1955 in Solingen, wohnt seit 1961 in der Hofschaft Unten zum Holz und ist mit seinem Atelier am Küllersberg 1 seit 1980 eine feste Größe in der Gräfrather Kunstszene. Der Weg zur Kunst war nicht einfach für ihn; in den Nachkriegsjahren machte er eine Ausbildung zum Lithografen. Als dieser Beruf durch den Computer verdrängt wurde, war der Weg frei, sich als freischaffender Künstler zu verwirklichen.

Als Vorbilder dienten ihm namhafte Künstler wie Picasso, Matisse und Braque. Er machte sich aber davon frei und entwickelte seine eigenen Vorstellungen, die er in vielen kubistischen Formen umsetzte. Bei seinen Bildern sind die Inhalte grafisch orientiert, wirken mit sparsamer Farbgebung abstrakt, lassen aber eine aufs Äußerste reduzierte konkrete Gegenständlichkeit erkennen. Mit knappen Aussagen erlebt der Betrachter eine ausgewogene Ruhe.

Für Brunne brauchen die Dinge eine klare Form

Bei einem Ausstellungsbild ist das nur durch seine Aussage zu verstehen: „Hier erklärt der Vater seinem Jungen, was ein Fachwerkhaus ist.“ Seine neuesten Bilder, auf Pappe gemalt, erklären sich nach Hans Brunnes Ansicht aber von selbst. Bei den Beobachtungen in seiner Hofschaft wird der konkrete Hintergrund ebenfalls erkennbar. Die wenigen Farben sind bewusst auf dem Bild verteilt: „Die Dinge brauchen eine klare Form.“

Partner Tim Heinekamp erklärt das Prinzip von „Kunst in der Kanzlei“: „Wir veranstalten seit 2005 regelmäßig Ausstellungen in den extra dafür konzipierten Kanzleiräumen. Inzwischen fragen Künstler an, um sich bei uns zu präsentieren.“ Bei der heutigen Vernissage wird der 1986 gedrehte Film „Entstehung einer Collage“ gezeigt, der von der VHS-Filmwerkstatt von Peter Holtfreter im Atelier des Künstlers gedreht wurde. Für Hans Brunne ist bedeutsam, dass er während der Ausstellung am 23. April seinen 87. Geburtstag feiert.

Hans Brunne nahm 13-mal an der Bergischen Kunstausstellung teil und arbeitete
16 Jahre mit Kindern der Grundschule Gerberstraße. Mit 59 Jahren schrieb sich der Autodidakt an der Kunstakademie Düsseldorf als Gasthörer ein und fühlte sich geschmeichelt, als der betreuende Professor Werner Spieß seine Werke sah und meinte: „Machen Sie Ihr Ding.“


Ausstellung „Rückblicke und Einblicke“ , 20. Januar bis in den Oktober, Kanzlei ghh, Dycker Feld 72: montags bis donnerstags 8 bis 17 Uhr, freitags 8 bis 14 Uhr

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