Ausstellung

Künstler beschäftigt das Thema „Vom scheinbar Unscheinbaren“

Rolf Bürger weiß mit seiner Ausstellung „Vom scheinbar Unscheinbaren“ in der Galerie SK zu faszinieren. Foto: Tim Oelbermann
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Rolf Bürger weiß mit seiner Ausstellung „Vom scheinbar Unscheinbaren“ in der Galerie SK zu faszinieren.

Designer Rolf Bürger schafft aus Alltagsgegenständen und Naturprodukten Kunstwerke.

Von Philipp Müller

Wer so gar nichts mit abstrakter Kunst anfängt, der wird sich in der gegenständlichen Welt von Rolf Bürger wohlfühlen. Der Künstler aus Münster ist mit seinen Werken ab morgen bis zum 21. November in der Galerie SK im Südpark zu erleben.

Am Anfang ist das Quadrat. Auch so könnte der Titel der Ausstellung lauten. Denn Bürgers Format ist überwiegend das Quadrat. Aber was darin passiert, das fasziniert und spielt sich auch oft auf der Ebene des Humors ab. Eine seiner Spielarten ist die Irreführung. Da ist eine Libelle auf einer Wasserwaage – das Glasgefäß mit der Luftblase – auf weißem Hintergrund zu sehen. Warum? Das erklärt erst der Titel „Haussegen“. In der Ausstellung hängt er nicht schief, die Luftblase ist im Bild gerade.

„Künstliche Intelligenz ist allemal besser als natürliche Dummheit.“

Beschreibung eines Bürger-Werks

Q-Tips verwendet Bürger im Quadratformat, auch Operationsstupfer. Die weißen Hügel werden zu Landschaften oder was auch immer. Das Auge hat viel zu entdecken. Es geht auch tiefgründiger. Das Werk „Himmelswiese“ besteht aus verbrannten Holzscheiben, natürlich quadratisch, die im Badischen als Ritual durch die Luft geschleudert werden. Rolf Bürger hat sie wie eine Computertastatur angeordnet. Darüber ist eine Zeile von echten Computertasten aufgestellt. Die Buchstaben sagen dem Betrachter: „Künstliche Intelligenz ist allemal besser als natürliche Dummheit.“

Dieser Ansatz setzt sich weiter in der Ausstellung fort. Mal sind es Fingerhüte der Schneider, Buntstifte oder auch „Hasen-Losungen“, die der Künstler jeweils auf die zweite Ebene hebt und so erklärt, warum er der Ausstellung den Titel „Vom scheinbar Unscheinbaren“ gegeben hat.

Eigentlich ist der gebürtige Sauerländer ein hochdekorierter Designer unter anderem für Möbel und Gebrauchsgegenstände. „Kunst ist mein Ausgleichssport“, sagt er. Den beherrscht er professionell.

Ausstellungseröffnung Sonntag, 15 Uhr, Galerie SK, Alexander-Coppel-Straße 44

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