Erster geologischer Lehrpfad

Naturfreunde kümmern sich um den Willi-Lohbach-Weg

Die Naturfreunde Theegarten kümmern sich um die Beschilderung des Willi-Lohbach-Weges. Regine Weiß (v. l.), Richard Kranz, Markus Maaßen und Hans-Günter Koch, nicht zu vergessen der Vierbeiner Kenaii. Foto: Christian Beier
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Die Naturfreunde Theegarten kümmern sich um die Beschilderung des Willi-Lohbach-Weges. Regine Weiß (v. l.), Richard Kranz, Markus Maaßen und Hans-Günter Koch, nicht zu vergessen der Vierbeiner Kenaii.

Naturfreunde vom Theegarten erneuern die Beschilderung des ersten geologischen Lehrpfades in Deutschland. Es gibt ihn seit 1972.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Am 21. September wird gefeiert. Nicht im Naturfreundehaus Theegarten, der eigentlichen Heimat der Projekt-Initiatoren, sondern im ehemaligen Naturfreundehaus Pfaffenberg, das schon seit ein paar Jahren in privater Hand ist. „Wir haben guten Kontakt und die Besitzer-Familie unterstützt uns“, sagt Regine Weiß von der Ortsgruppe Theegarten der Naturfreunde. Das Haus liegt nahe am Willi-Lohbach-Weg und ist nach den Kennenlern-Wanderungen schneller zu erreichen. Und um die geht es.

Denn auf dem nun in Teilen schon neu beschilderten Willi-Lohbach-Weg stehen am Vormittag des 21. September drei geführte Wanderungen an, unterschiedlich in Schwierigkeitsgrad, Länge und Bei-Programm. Eine für Kinder, eine „mittlere“ und eine „lange“, bei der Naturfreunde-Vereinsmitglied Richard Kranz die kompletten acht Kilometer des Lehrpfades mit seinen Teilnehmern abgehen wird.

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Seit zwei Jahren schon arbeitet der Naturfreunde-Ortsverein Theegarten an der Erneuerung der Schilder, die an markanten Stellen des Wanderweges auf geologische Besonderheiten hinweisen. „Im zweiten Teil der Sanierung wird eine erweiterte Beschilderung auch auf die industriegeschichtlichen und –kulturellen Zusammenhänge von Wasserkraft aus Bächen, Wehren und Kotten hinweisen“, erläutert Richard Kranz.

Broschüre soll nach Ende der zweiten Sanierungsphase folgen

Am Ende sollen vier große Übersichtstafeln an verschiedenen Standorten und 31 kleinere Schilder interessante Wegmarken kennzeichnen. Quellmulden etwa gehören dazu, Verwitterungserscheinungen oder Quell-Austritte. Ebenfalls ist ein neuer Info-Flyer in Arbeit, der anschaulich Interesse an dem Weg weckt und Lust darauf macht, die Broschüre zu lesen. Sie soll nach Ende des zweiten Sanierungsabschnitts vorliegen.

Der Willi-Lohbach-Weg ging 1972 als erster geologischer Lehrpfad Deutschlands an den Start. Benannt nach seinem Initiator, der als aktives Naturfreunde-Mitglied die geologischen Besonderheiten entlang der Wupper als solche hervorhob. Er selbst hat die Fertigstellung nicht mehr erlebt, sondern verstarb 1970. Der nach ihm benannte Weg folgt dem Erosionsweg der Wupper, der in Millionen von Jahren Schiefergebirge, Wellenrippen, Lößschichten und einen alten Steinbruch freigelegt hat.

NATURFREUNDE

MITGLIEDER Die Naturfreunde am Theegarten haben seit Jahren konstant rund 80 Mitglieder. Eine aktive Kindergruppe – „Naturfreunde Kids“ – für Kinder von 5 bis 15 Jahren trifft sich regelmäßig, um in der Natur zu experimentieren, Ausflüge zu machen, zu spielen und Spaß zu haben und sich für Naturschutz stark zu machen.

www.naturfreunde-theegarten.de

Ein Teil des Willi-Lohbach-Wegs führt als „Wasser-Weg“ an der Wupper entlang, so dass er Teil des NRW-weiten Projekts „Wasser-Wege“ des Landesverbands der NRW-Naturfreunde wurde – und deshalb Förderungen des Landes bekamen.

„Jetzt sind wir erst einmal froh, dass wir die ersten Schilder erneuern konnten“, sagt Regine Weiß, Ansprechpartnerin der Naturfreunde Theegarten. „Die waren nämlich teilweise gar nicht mehr lesbar durch die vielen Jahre an der Luft.“ Künftig soll der Willi-Lohbach-Weg als „Wasser-Weg“ und interaktiver Wanderweg die Solinger Bevölkerung für Natur und Gewässer sensibilisieren und dadurch immer mehr Naturfreunde begeistern.

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