Kritik an Regelung für Erika-Rothstein-Schule

Eltern und CDU sehen Mängel

Von Andreas Tews

Die für die Erika-Rothstein-Schule angestrebte Drei-Standorte-Regelung bringt eine Abfolge interner Umzüge von Klassen mit sich. Das kritisieren Eltern der Förderschule. Sie bemängeln zudem, dass die Schulleitung die mit der Stadt erst kurz vor den Ferien vereinbarte Regelung jetzt innerhalb kurzer Zeit umsetzen müsse. Die Entscheidung sei bei der Stadt erst auf öffentlichen Druck gefallen.

Die Raumnot ist im Zuge der Sanierung des Schulstandortes an der Deller Straße (Wald) entstanden. Weil das Dachgeschoss dort nicht mehr genutzt werden kann, müssen vier Klassen im Schulgebäude Rennpatt in Ohligs untergebracht werden. Dorthin war die Schule während der Umbauphase an der Deller Straße ausgelagert worden. Auch der Standort an der Fritz-Reuter-Straße (Höhscheid) soll weiter genutzt werden.

Damit setzt sich jetzt ein Umzugskarussell in Gang. Demnach ziehen die Klassen der Stufen Eins bis Sieben, die bisher am Rennpatt waren, samt den Ganztags-Betreuungsangeboten zurück zur Deller Straße. Die Klassen der Stufen Acht bis Zehn, die bisher am Rennpatt waren, wechseln an die Fritz-Reuter-Straße. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Klassen der Stufen Fünf bis Sieben, die zuletzt an der Fritz-Reuter-Straße waren – ebenfalls samt Ganztagsbetreuung –, an den Rennpatt ziehen müssen.

Damit die Umzüge gestemmt werden können, teilte die Schulleitung den Eltern mit, dass das eigentlich in jedem Jahr für drei Wochen angebotene Ferienprogramm auf zwei Wochen gekürzt wird. Der Zeitdruck sei nicht nötig gewesen, kritisiert eine Mutter. Die Raumnot sei der städtischen Schulverwaltung schon seit längerer Zeit bekannt gewesen.

Die Aufteilung der Schule auf drei Standorte ist nach Einschätzung des schulpolitischen Sprechers der CDU, Torsten Küster, „allenfalls eine unbefriedigende Notlösung“. Auch er kritisiert, dass die Schulverwaltung von Dezernentin Dagmar Becker (Grüne) – ähnlich wie bei der Grundschule Uhlandstraße – auf die Probleme spät reagiert habe.

Rathaus-Sprecherin Birgit Wenning verweist darauf, dass die Vereinbarung mit dem dritten Standort Rennpatt „nach ausführlichen Gesprächen“ mit der Schulleitung getroffen worden sei. Die Aufteilung der Klassen regele die Schule hingegen intern. Die Leitung der Schule zeigte sich mit der Lösung zufrieden. Jetzt seien sowohl der notwendige Fachunterricht als auch die Therapieangebote für die förderbedürftigen Schüler an allen drei Standorten möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Corona: Solingen rutscht wieder unter die kritische Marke von 50 - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Solingen rutscht wieder unter die kritische Marke von 50 - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Solingen rutscht wieder unter die kritische Marke von 50 - Impfungen in Burg und Südpark
Live-Blog: Eschbachstraße bleibt vorerst gesperrt
Live-Blog: Eschbachstraße bleibt vorerst gesperrt
Live-Blog: Eschbachstraße bleibt vorerst gesperrt
Land ändert Verordnung: Corona-Regeln werden nicht verschärft
Land ändert Verordnung: Corona-Regeln werden nicht verschärft
Land ändert Verordnung: Corona-Regeln werden nicht verschärft
Geplantes Musikfestival ist wegen Corona abgesagt
Geplantes Musikfestival ist wegen Corona abgesagt
Geplantes Musikfestival ist wegen Corona abgesagt

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare