Historisches Foto

Wo wird hier gespielt?

Erkennen Sie, wo hier gespielt wird?
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Erkennen Sie, wo hier gespielt wird?

In der vergangenen Woche wurde ein Bauwerk in Wald gesucht. Das Kriegsdenkmal erinnert an 690 Gefallene.

Von Katharina Birkenbeul

Solingen. Viele ST-Leser haben das Denkmal auf dem historischen Foto richtig erkannt. „Es handelt sich um das Kriegerdenkmal für die gefallenen Soldaten im Krieg 1914-1918“, schreibt Günter Ermertz dazu. Dieses steht am ehemaligen oberen Zugang der Jahnkampfbahn.

Das Walder Ehrendenkmal steht am ehemaligen oberen Zugang zur Jahnkampfbahn. Es erinnert auch heute noch an die 690 Gefallenen im 1. Weltkrieg.

Regina Mengel kam zwar direkt in den Sinn, dass es sich um ein Kriegsdenkmal handelte, welches erkannte sie jedoch nicht. Erst nach einigen Recherchen fand sie die richtige Antwort, die sie auch dem ST mitteilte. „Die Einweihung der Jahnkampfbahn war am 27. Mai 1928. Östlich des Stadions errichtete die Stadt 1929 das Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs“, fand Mengel zudem heraus. Elke Steinhaus wusste sogar, dass das Kriegerdenkmal am 13. Oktober des selben Jahres eingeweiht wurde. „Das Walder Denkmal erinnert an 690 Walder Gefallene“, schreibt sie.

„Von diesem Denkmal führte eine breit angelegte Treppe ins Stadion hinab“, so Regina Mengel. Die Stufen seien allerdings in den 60er Jahren abgerissen. Gerne hätte sie noch herausgefunden, wer das Ehrenmal entwarf, baute und wieso die Treppe ins Stadion abgerissen wurde. Manfred Kohl fügte hinzu, dass sie oft von Nationalsozialisten missbraucht worden sei.

Denkmal wirkt mittlerweile verwaist

Auch die ehemalige Parkanlage ist vielen noch bekannt. „Die Rasenflächen der einem Park ähnlichen Anlage durften in der Nachkriegszeit zum Gemüseanbau benutzt werden“, wusste Manfred Kohl.

„In den Jahren um 1950 führte mich mein Schulweg von der Wittkuller Straße über die Schwindstraße vorbei an diesem imposanten Denkmal hin zum alten Walder Marktplatz und meiner evangelischen Volksschule Altenhofer Straße. In späteren Jahren wurde unmittelbar neben dem Denkmal ein Schulgebäude der Albert-Lange-Schule errichtet, die Grünanlage verschwand weitestgehend. Heute macht das Denkmal umgeben von Wegabsperrungen und Gitterzäunen mehr oder weniger einen verwaisten Eindruck“, erinnert sich Günter Ermertz. Auch Elke Steinhaus verbindet etwas mit dem Denkmal: „Unter den Gefallenen ist auch der Onkel meiner alten Mutter, Alfred Baumgarten. Das Denkmal steht heute auf einem Schulhof. Es ist aber auch von der Jahnkampfbahn aus gut zu sehen, etwa wenn ich dort das Sportabzeichen mache.“

Allerdings scheint es heute auf dem Schulhof an der Schwindstraße eher verwaist.

Norbert H. Posthum ist hingegen die Geschichte der Jahnkampfbahn, die auch als Walder Stadion bezeichnet wird, nicht fremd. „Das Stadion wurde in den Jahren 1921 bis 1927 im Rahmen von Notstandsarbeiten errichtet. Die Einweihung erfolgte am Pfingstwochenende 1928.“ Nach dem Weltkrieg seien dort zahlreiche sportliche Großveranstaltungen durchgeführt worden.

Leider falsch mit seiner Vermutung lag Andreas Krämer, der das Denkmal in Gräfrath verordnete.

Das neue Rätselfoto

Erkennen Sie, wo hier gespielt wird? Welche Erinnerungen haben Sie daran?

Senden Sie uns Ihre Antworten bis Donnerstag, 1. Oktober, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen oder per E-Mail an die Redaktion. Foto: ST-Archiv

redaktion@solinger-tageblatt.de

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