Umweltcheck

Kochen ohne Rezept, dafür nachhaltig – So geht‘s

Dagmar Plöhn (links) ist eine derjenigen, die über die VHS bei Renate Bernhard Kochen mit allen Sinnen gelernt haben.
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Dagmar Plöhn (links) ist eine derjenigen, die über die VHS bei Renate Bernhard Kochen mit allen Sinnen gelernt haben.

An den VHS-Herden am Birkenweiher bietet Renate Bernhard „restlose“ Tipps und Infos.

Von Daniela Neumann

Solingen. Kochen ohne Rezept, ohne Reste und so gut wie ohne Müll? Dass das Zubereiten von Schmackhaftem so nachhaltig gelingen kann, zeigt Renate Bernhard bei Kursen der Bergischen Volkshochschule (VHS). Diese Woche war es wieder so weit: Neun Neugierige holten sich am Standort am Birkenweiher bei der weitgereisten Hauswirtschaftskennerin Tipps und Infos rund um den Herd. Als Journalistin gab Renate Bernhard erst einmal eine Einführung in die Wirkung vieler kleiner Veränderungen zum Motto „Haushalten ist gleich Schonung von Portemonnaie und Mitwelt“.

Außerdem stellte sie die solidarische Landwirtschaft vor: „Da ist man verbunden mit einem Bauernhof“, zahle regelmäßig einen Betrag und erhalte dafür Ernte, etwa eine wöchentliche Gemüsekiste. Diese biete regional und saisonal, also höchst frisch, eine Grundlage für kreatives Kochen, ebenso wie beispielsweise Äpfel von Streuobstwiesen.
So geht saisonales Kochen

Wer ausprobiert hat, was zusammenpasst, oder dies auch mal nachgelesen hat, könne aus dem aktuellen Fundus mit wenigen, – etwa kurz vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums geretteten – Produkten aus dem Einkauf loslegen. Renate Bernhard ermutigt die Lernwilligen, mit allen Sinnen ans Zubereiten zu gehen. Nach kleiner Befangenheit trauten sich die Kochfans schließlich ohne festes Rezept ans Umsetzen von Vorschlägen und Ideen.

Dagmar Plöhn erzählte, dass sie seit rund 25 Jahren Kurse in Kochen, Nähen oder Floristik bei der VHS belegt. Sie war schnell im Austausch und freute sich über das gegenseitige Lernen und Ausprobieren. Während neben ihr rote Bete roh zum Salat und gegenüber eingeköchelt wurde, philosophierte sie mit Renate Bernhard über die Verwendung der Apfelschalen als Chips oder den Einsatz von Gewürzen. Letztere fasste zusammen, wie Kochen laufen kann: Etwa einen großen Topf Kartoffeln garen und dann am ersten Tag Salzkartoffeln, am zweiten Bratkartoffeln und danach Püree oder Gnocchi daraus machen. Reste von gekochten Gerichten können zudem heiß in Schraubgläser gefüllt, einmal auf den Kopf gedreht und dann, haltbar wartend, als nächste Mahlzeit zum Einsatz kommen.

„Ich habe gelernt, Bekanntes auch mal anders zuzubereiten“, resümierte Teilnehmerin Eva Linder. Und nicht nur Bianca Knäpper begeisterte, wie ihr Mann Uwe bei seinem ersten Kochkurs etwa eine Pastinakensuppe mitentwickelte.

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