Gebühren

Kostensteigerung setzt den Technischen Betrieben zu

Deutlich schlechtere Ergebnisprognose − Gebührenerhöhung wahrscheinlich.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Ein einfacher Start sieht anders aus. Im Zentralen Betriebsausschuss (ZBA) am Dienstag präsentierte Ralf Weeke den Quartalsbericht der Technischen Betriebe (TBS) für die ersten drei Monate des Jahres. Dieser sei „alarmierend“, erklärte der neue Kaufmännische Betriebsleiter. Vor allem Kostensteigerungen machen sich bemerkbar. Der Effekt: Die Ergebnisprognose für 2022 verschlechtere sich von 4,8 auf 2,5 Millionen Euro. Diese Entwicklung könnte sich auf die Gebührenkalkulation des kommenden Jahres auswirken.

„Die Situation ist außerordentlich zugespitzt“, sagte Weeke. Dies liege in der gesamtwirtschaftliche Schieflage begründet. Solingens früherer Kämmerer führte unter anderem die gestiegenen Energiepreise sowie höhere Ausgaben für Material an. Hinzu kommen die Inflation und ein sich abzeichnender Zinsanstieg. Wie sich die Effekte genau auswirken, sei noch nicht absehbar. In ihrem Quartalsbericht gehen die Technischen Betriebe von einer Jahres-Preissteigerung von 7,5 Prozent in den Bereichen Material, Fremdleistungen und sonstiger betrieblicher Aufwand aus.

Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen rechnet Weeke zudem mit „hohen Tarifabschlüssen“, die sich wiederum auf die Kosten auswirken würden. Angesichts dieser Gemengelage hält der Kaufmännische Betriebsleiter eine Gebührenerhöhung im kommenden Jahr für wahrscheinlich. Man sei jedoch bestrebt, die für die Kalkulation ausschlaggebenden Kostensteigerungen in Grenzen zu halten.

Das bekräftigte auch Martin Wegner, Technischer Betriebsleiter, mit Blick auf das TBS-Standortkonzept 2030. Dieses sieht unter anderem vor, den Bereich Abfallwirtschaft an der Sandstraße zu konzentrieren. Auch in diesem Projekt habe man mit schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen, „erhebliche Kostensteigerungen“ seien zu erwarten.

Wulf Riedel verlässt die TBS zum Jahresende

„Der Endkunde muss überleben können“, betonte Falk Dornseifer (CDU). Der stellvertretende ZBA-Vorsitzende sprach sich für eine „Gebührenerhöhung mit Augenmaß“ aus. Zudem müsse man angesichts der Entwicklungen diskutieren, welche Vorhaben man sich in den kommenden Jahren noch leisten könne. Ähnlich äußerte sich Vorsitzender Frank Knoche (Grüne): „Wenn das Geld knapp wird, muss man Prioritäten setzen.“

Thema im ZBA waren auch personelle Veränderungen bei den TBS. Zum einen verabschiedeten die Mitglieder Olaf Schmidt. Der Teilbetriebsleiter Abfallwirtschaft verlässt die Betriebe zum 1. Juli. Zudem gab Ralf Weeke bekannt, dass sich Wulf Riedel einer neuen Aufgabe in Leverkusen stellt. Der seit 1997 für die Stadt tätige Teilbetriebsleiter räumt seinen Posten zum 31. Dezember. Weeke erwartet eine schwierige Nachfolgersuche. Ein Personalberater soll dabei unterstützen.

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