Orgel-Reihe

Konzert wird zu einem musikalischen Menü

Abschlussveranstaltung in der Orgel-Reihe Vesperklänge in St. Clemens.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Der „Gruß aus der Küche“ war so, wie ein Menüauftakt sein sollte: raffiniert, etwas pikant und gerade so viel, um die Lust nach mehr anzuheizen. In der für das letzte Konzert der Reihe Vesperklänge von den Organisatoren und Protagonisten zusammengestellten Speisekarte übernahm William Mathias „Processional“ diesen Auftakt für ein üppiges und vielseitiges Klang-Menü.

Der Clou daran: Ab dem Aperitif über Suppe, Vorspeise, Hauptgang, der „Platte für zwei“ bis zum Nachtisch konnten das Auditorium tatsächlich auswählen: Lieber als „Suppe“ leichten Geschmack des Stückes „Coucou“ von Louis-Claude Daquin oder das sämigere und gehaltvollere vertonte Gebet „Prière à Notre Dame“ von Léon Boellmann?

Oder als Hauptgang Bachs Klassiker, die „Toccata und Fuge d-Moll“ oder lieber Johann Gottfried Walthers „Concerto del Signore Meck“, ein quirliges, an Vivaldi erinnerndes Barockkunstwerk? Die Gäste entschieden sich bei der „Suppe“ für „sämig“ und beim Hauptgericht gegen Bach.

Mal war die Stimmauszählung – alternierend von Michel Schruff, Andrea Wingen und Kamil Gizenski vorgenommen – eindeutig, mal musste wegen eines Patts erneut abgestimmt werden. So wurde die musikalische Vesperstunde in St. Clemens in doppelter Hinsicht kurzweilig: Der Genuss farbiger Orgelklänge verband sich mit eifrigem Studieren der Speisekarte und daraus abgeleitetem „Bestellen“.

Serviert wurde schließlich der „Totentanz“ – „Dance Makabre“ von Saint-Säns – sowie ein Medley aus „Fluch der Karibik“.

Ganz am Ende passte mit „The Typwriter“ von Leroy Anderson sogar noch ein Eis obendrauf. Dass für das serviere Menü am Ende – moderat – bezahlt werden musste, war selbstverständlich und das Geld für die nun im Sommer anstehende Sanierung der Orgel in St. Clemens auch gut investiert.

Kräftiger Applaus für Köche und Servicekräfte, der leider trotz ehrlicher Begeisterung etwas dünn blieb: Das Mai-Sonnenwetter war wohl eine starke Konkurrenz zum Konzert – nur knapp 20 Gäste kamen als Zuhörer in die Kirche.

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