Kooperation

Konzept soll Rassismus und Rechtsextremismus bekämpfen

Ulrike Kilp stellte mit der Stadt das „Lokale Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus“ vor. Archivfoto: Christian Beier
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Ulrike Kilp stellte mit der Stadt das „Lokale Handlungskonzept gegen Rechtsextremismus und Rassismus“ vor.

Integrationszentrum und Diakonie kooperieren.

Von Philipp Müller

Solingen. Am Mittwoch legten das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenkreis Solingen und der Stadtdienst Integration ein Paket zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus in Solingen vor. Als „Lokales Handlungskonzept“ soll es nun in die Jugendarbeit, die Schulen und in weite Bereiche der Solinger Gesellschaft eingebracht werden. In den Handlungsfeldern Jugend, Schule, Wirtschaft sowie Sport und Kultur soll es Mittel und Wege aufzeigen, wie man sich aktiv gegen rassistische Ausgrenzung aufstellt.

Ulrike Kilp, die Geschäftsführerin der Diakonie, betonte, dies sei ein ganz tolles Projekt mit Strahlkraft über Solingen hinaus. Sie lobte dabei die Zusammenarbeit mit den Schulen. So habe es eine Elternbefragung zur alltäglichen Begegnung mit Rassismus und Rechtsextremismus gegeben, die in das Konzept eingeflossen sei. Wolfgang Arzt von der Fach- und Koordinierungsstelle „NRWeltoffen Solingen“ ergänzte, dazu seien 700 Eltern befragt worden.

Doch es gehe nun um die Umsetzung. Dabei beschreitet die Aktion, die unter anderem vom Programm „Demokratie leben“ finanziert wird, am Anfang digitale Wege. So führt die Internetseite Konferenzen für Jugendliche auf und bietet viele Dokumentationen zu den Themen Rassismus und Rechtsextremismus. Das Projekt stehe unter dem Motto „Mitwirken macht mündig“ erklärte Wolfgang Arzt.

Konzept bietet Handlungsfaden und Hilfestellung für die Arbeit

Es gehe darum, dass es eine Kontinuität der Engagierten brauche, betonte Jugend- und Schuldezernentin Dagmar Becker (Grüne). Gerade die Schulen müssten für das Projekt begeistert werden. Da könne das Material vor allem für die Lehrer eine Hilfestellung sein, die nicht in Solingen leben, meinte Wolfgang Arzt. Bei Zeitgeschichte gehe es auch immer um lokale Bezüge, die man im Handlungskonzept vereint habe. Daran wirkten beispielsweise der Verein Max-Leven-Zentrum, aber auch das Zentrum für verfolgte Künste mit.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) dankte den Akteuren der Stadt und der Diakonie für die gute Zusammenarbeit und für das umfassende Ergebnis des Handlungskonzepts. Das sei auch deshalb eine wertvolle Arbeit für Solingen, weil die Themen Rassismus und Extremismus auch in den Corona-Zeiten keine Pause machten. Leider habe es der grausamen Anschläge von Halle und Hanau bedurft, um die Dringlichkeit der Auseinandersetzung mit rechten Strömungen wieder ins Gedächtnis zu rufen.

https://nrweltoffen-solingen.de

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