Unter Corona-Bedingungen

Konfirmationen finden in Widdert in kleinen Gruppen statt

Vier statt zwei Konfirmationsgottesdienste hielt die Widderter Pfarrerin Kristina Ziegenbalg. Da die Zahl der Plätze begrenzt war, wurden diese auch online gestreamt.
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Vier statt zwei Konfirmationsgottesdienste hielt die Widderter Pfarrerin Kristina Ziegenbalg. Da die Zahl der Plätze begrenzt war, wurden diese auch online gestreamt.

Zahl der Konfirmanden in den evangelischen Gemeinden ist stabil geblieben.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Ein Teil der Angehörigen war persönlich dabei, die übrigen konnten die Gottesdienste via Online-Stream von zu Hause verfolgen: 25 Jugendliche wurden am vergangenen Wochenende in der evangelischen Kirchengemeinde Widdert konfirmiert. Auch in anderen evangelischen Gemeinden finden in diesen Wochen die Konfirmationen statt. In den katholischen Gemeinden werden Kommunion und Firmung gefeiert. Im aktuellen Konfi-Jahrgang seien 15 Jugendliche aus zwei Jahrgängen, berichtet Pfarrerin Kristina Ziegenbalg. Dass es diesmal weniger sind, hält sie nicht für eine Folge der Pandemie: „Wie früher haben sich rund 70 Prozent der angeschriebenen Jugendlichen zur Konfirmation angemeldet.“ 245 Jugendliche würden in diesem Jahr konfirmiert, teilt Pfarrer Thomas Förster, Pressesprecher beim Kirchenkreis Solingen, mit. „Die Zahl bewegt sich in etwa in der Größenordnung früherer Jahre, vor Corona.“

Geändert hat sich hingegen die Zahl der Gottesdienste. Um das Infektionsrisiko zu senken, setzen die meisten Gemeinden auf Konfirmationen in kleineren Gruppen. Da vielfach in den Kirchen die Platzzahl immer noch eingeschränkt sei, würden die Konfijahrgänge auf mehrere Gottesdienste aufgeteilt, so Förster: „Statt wie in früheren Jahren rund 15 stehen in diesem Jahr 35 Konfirmationsgottesdienste zwischen dem 30. April und dem 19. Juni im Gottesdienstkalender der zehn Kirchengemeinden.“ In der Lutherkirchengemeinde seien es an einem Wochenende allein sieben.

Auch in Widdert gab es statt zwei vier Konfirmationen. Jede Konfirmandin, jeder Konfirmand konnte neun Angehörige mitbringen. 250 Menschen waren bei den Gottesdiensten vor Ort dabei, es galten die 3G-Regel und Maskenpflicht. 250 weitere Gäste verfolgten die Konfirmationen per Online-Stream, berichtet Kristina Ziegenbalg. Ein Großelternpaar habe sich so von Dänemark aus den Gottesdienst ansehen können. Auch mit Corona infizierte Angehörige hätte auf diese Weise zumindest am Bildschirm dabei sein können. „Die waren besonders dankbar.“

Vorbereitung zur Konfirmation: Konfi-Freizeit musste ausfallen, dafür gab es einen Jugendtag

Auswirkungen hatte die Pandemie auch auf die Konfi-Vorbereitung. So musste in mehreren Gemeinden die übliche Wochenend-Freizeit ausfallen, berichtet Thomas Förster. Auch in Widdert wurde das traditionelle Musical-Projekt ohne Freizeit vorbereitet – „mit so vielen Gemeinschaftserfahrungen wie möglich“. In der Stadtkirche organisierte Pfarrerin Friederike Höroldt eine Konfi-Nacht. Zusammen mit den Gemeinden Dorp und Lutherkirche soll es im Herbst einen Jugendtag mit Übernachtung im Gemeindezentrum Arche geben – für den neuen und den „alten“ Konfi-Jahrgang. So soll ein Ersatz für die ausgefallenen Freizeiten angeboten werden, um das Freizeiterlebnis ein wenig nachzuholen, sagt die Dorper Pfarrerin Raphaela Demski-Galla.

In Widdert gibt es für die Konfirmationen nun ein neues Konzept. Wer das Alter für die Konfirmation erreicht, wird mit einer peppigen Karte zur Anmeldung eingeladen. Künftig würden zudem immer zwei Jahrgänge zusammengelegt, erklärt Kristina Ziegenbalg. „Die Jahrgänge sind inzwischen einfach kleiner.“ Um das Konfi-Musical umsetzen zu können, brauche es eine bestimmte Gruppengröße.

„Jugendliche entscheiden sich heute ein Stück bewusster für die Konfirmation“, sagt die Widderter Pfarrerin. „Das ist mir lieber, als wenn sie dazu gedrängt werden.“

Konfirmation

Hintergrund: Mit der Konfirmation werden Jugendliche ab 14 Jahren in der evangelischen Kirche zu mündigen Gemeindemitgliedern, die alle Rechte erhalten. In einem Segnungsgottesdienst bekennen sie sich zu ihrem christlichen Glauben. Die Vorbereitung auf die Konfirmation dauert in Solingen je nach Gemeinde ein oder zwei Jahre.

Zahlen: 245 Jugendliche werden in diesem Frühjahr in Solingen konfirmiert. Die Gemeinden meldeten überwiegend, dass Corona nach ihrem Eindruck keine Auswirkung auf die Anmeldezahlen zum Konfirmationsunterricht hatte, teilt Pfarrer Thomas Förster mit.

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