„Mitte-Studie“ befragte 1600 Anwohner

Konferenz untersucht am 17. Juni den Zusammenhalt in Solingen

1600 Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Solingen wurden befragt. Archivfoto: Christian Beier
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1600 Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Solingen wurden befragt.

In Solingen leben Menschen vieler Nationen. Wie klappt das eigentlich mit dem Miteinander?

Von Philipp Müller

Solingen. Das will die „ Solinger Zusammenhaltskonferenz“ am 17. Juni untersuchen. Basis für die Konferenz, die von 16 bis 19 Uhr laufen wird, ist eine „Mitte-Studie, deren Modell von Prof. Andreas Zick aus Bielefeld entwickelt wurde.

Ergebnisse der Studie im Detail wird es aber erst bei der Konferenz „zuko21“ selbst geben, betonte Michael Roden vom Kommunalen Integrationszentrum. Doch die Bandbreite wird sehr weit sein. Studienleiter Anno Kluß sprach davon, dass „der Zusammenhalt in Solingen ganz gut“ sei. Aber es gebe auch Erkenntnisse, die „nicht toll sind“, ergänzte Anne Wehkamp, die Leiterin des Stadtdienstes Integration. Fremdfeindlichkeit sei sehr wohl ein herausforderndes Thema in Solingen.

Solingen: Konferenz soll Ausgangspunkt für Gespräche werden

Das digitale Treffen in der kommenden Woche wird aber nicht nur zur Präsentation der Ergebnisse dienen. „Die Veranstaltung soll auch dazu genutzt werden, ins Gespräch zu kommen“, erläuterte die Beigeordnete Dagmar Becker (Grüne). Ganz vielfältig soll sich der Prozess der Verbesserung des Zusammenhalts dann gestalten und immer wieder überprüft werden. Daher sei das alles auch eine Langzeitstudie, in der erneute Befragungen folgen sollen, betonte Ulrike Kilp, die Geschäftsführerin der Diakonie Solingen.

Für die Solinger „Mitte-Studie“ wurden im vergangenen Winter 1600 Bewohnerinnen und Bewohner der Innenstadt befragt, sagte Kluß von Context (Eigenschreibweise: context) aus Köln. Die Firma führte die Studie operativ durch. Sowohl in einer großen Online-Befragung als auch in zahlreichen Zoom-Interviews wurden dazu repräsentativ Ergebnisse zusammengetragen.

Gefragt wurde nach der Einstellung, Haltung und den Perspektiven in Bezug auf gesellschaftlichen Zusammenhalt und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in unserer Stadt, teilten die Verwaltung und das Diakonische Werk mit. Thoma Groos, der Abteilungsleiter der städtischen Statistik-Stelle, erläuterte, dass die Gewichtung der Antworten anhand der Herkunft der Befragten repräsentative Aussagen zulassen würden. 10 000 Menschen über 18 Jahren seien angeschrieben worden und die Rücklaufquote von 16 Prozent für ein digitales Format gut.

Diakonie und Stadt sind Veranstalter der Zusammenhaltskonferenz („zuko21“). Dabei soll den Teilnehmenden Raum dafür geboten werden, um sich mit ihren Ideen „für einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt in Solingen einzubringen“. Kristina Albrecht von der Koordinierungs- und Fachstelle NRWeltoffen erklärte, dass nach Grußworten von Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) und Prof. Zick erste Ergebnisse veröffentlicht würden, die später in Kleingruppen vertieft und gemeinsam diskutiert würden.

Anmeldung für „zuko21“

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