Die „Knife 2020“ läuft als digitales Angebot im Internet

Museumsleiterin Dr. Isabell Immel mit dem Siegermesser: dem Kochmesser von Dakota Slack aus den USA – eine Klinge aus wildem Damast mit 360 Lagen. Foto: Christian Beier

Freunde des Klingenmuseums verliehen Messerpreis

Von Anna Lauterjung

Pünktlich um 10 Uhr ging am Samstag die erste digitale „Knife“ des Deutschen Klingenmuseums online. Über das Wochenende hinweg präsentierten Messermacher aus aller Welt ihre Produkte, vom Jagdmesser über das Kochmesser bis hin zum Degen. Das war der Ersatz für die ursprünglich im Theater und Konzerthaus geplante „Knife 2020“.

Pünktlich um 10 Uhr eröffnete die Direktorin des Museums, Dr. Isabell Immel, auch in den Räumen des wiedereröffneten Klosterhofs die kleine Ausstellung zum mit 2000 Euro dotierten „Messerpreis 2020“. Er wurde von den Freunden des Klingenmuseums an Dakota Slack aus den USA vergeben. Er hatte mit seinem Beitrag zum Thema „Das vollendete Kochmesser“ die Jury unter den 27 Teilnehmern am meisten überzeugt.

Wer bei der digitalen „Knife“ allerdings einen Rundgang durch eine virtuelle Messe erwartet hatte, wurde von dem Konzept überrascht. Die ursprünglich 180 angemeldeten Messermacher konnten ihre Produkte auf der Website präsentierten. Dort konnten sich Besucher dann nur Fotografien der Messer aus aller Welt angucken. Bei Interesse hatten sie die Möglichkeit, mit den Ausstellern über die angegebene Telefonnummer oder E-Mail in Kontakt zu treten.

Das Messer in die Hand zu nehmen, fehlte den Ausstellern

Für den Messermacher Matthias Leimküller aus Solingen ersetzt die digitale Messe nicht die ursprüngliche Knife. Ihm fehle der direkte Kundenkontakt. Leimküller erklärt: „Man muss die Messer in die Hand nehmen können.” Aber das Angebot hat auch positive Seiten. Die Internet-Besucher schienen sich für seine Produkte zu interessieren und die Klickzahlen auf seiner Website stiegen an. „Ich fand die Idee einer digitalen Messe sehr interessant und habe mich schnell dazu entschlossen, hier teilzunehmen und dieses Format einmal auszuprobieren”, berichtet Jan Düllmann. Für den Messermacher aus dem Hochsauerland war die Vorbereitung nicht anders als für die ursprüngliche Messe. Allerdings stellte sich die gute Präsentation der Messer in den Fotografien als Herausforderung heraus. Düllmann stimmt seinem Kollegen zu: Das digitale Angebot sei kein echter Ersatz einer analogen Messe.

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