24. Dezember

In der Kneipe kommen sie alle zusammen

Viele treffen sich an den Feiertagen mit alten Freunden, die man sonst nur noch selten sieht. Foto: Uli Preuss
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Viele treffen sich an den Feiertagen mit alten Freunden, die man sonst nur noch selten sieht.

Das Jahr mit einem Bierchen ausklingen lassen.

Von Manuel Böhnke

Die Stimmung ist wenig weihnachtlich, als ich das Mumms betrete. Vor der Kneipe an der Mummstraße harrt eine Gruppe aus, die wohl das Nichtraucherschutzgesetz vor die Tür getrieben hat. Ansonsten gehört mir das Lokal an diesem späten Nachmittag allein. Voll wird es erst nach 18 Uhr. Dann beginnt die Happy Hour.

Es läuft das Internetradio eines privaten Hörfunksenders aus Sachsen-Anhalt. Schwerpunkt: die beste Musik der 1970er Jahre. „Money“ von Pink Floyd und „Let The Music Play“ von Barry White statt Mariah Careys „All I Want For Christmas Is You“. Ich bin erleichtert. 15 Minuten in der Kneipe zu sitzen und dabei ein Bier mit Blick auf eine Dartscheibe zu genießen, ist eine willkommene Abwechslung zum weihnachtlichen Trubel.

Mit diesem Gefühl scheine ich nicht allein zu sein. Restaurants und Kneipen sind im Dezember gut gefüllt. Firmen veranstalten Weihnachtsfeiern, Kollegen nehmen noch einen Absacker, manche verabreden sich für das letzte Treffen im endenden Jahr. In vielen Solinger Kneipen – so auch im Mumms – ist das Frühschoppen an Heiligabend zu einer beliebten Tradition geworden.

Während ich über die Gründe dafür nachdenke, kommt mir doch noch ein Weihnachtslied in den Sinn: „Driving Home For Christmas“ von Chris Rea. Wie in dem Song machen sich über die Feiertage viele Exil-Solinger auf den Weg in die alte Heimat. Sie sind aus beruflichen Gründen umgezogen, haben andernorts ein Studium begonnen oder eine Familie gegründet.

Kurz vor Weihnachten sind sie alle wieder da. Dann trifft man sich mit alten Freunden, der Familie, Menschen, die man ja eh viel zu selten sieht. Wie ginge das besser als bei einem gemeinsamen Bier? Vielleicht tragen die Kneipen und Lokale damit ja deutlich mehr der weihnachtlichen Botschaft in sich, als man auf den ersten Blick vermuten könnte.

Ende der Serie: Wir wünschen frohe Weihnachten!

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