Neuausrichtung

Klinikum: Masterplan findet bei Mitarbeitern hohe Akzeptanz

Klinikum-Geschäftsführer Dr. Martin Eversmeyer setzt auf Kommunikation und Transparenz.Archivfoto: Oelbermann
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Klinikum-Geschäftsführer Dr. Martin Eversmeyer setzt auf Kommunikation und Transparenz.

Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Belegschaft wollen im Klinikum an einem Strang ziehen.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Kai Sturmfels (CDU), neu gewählter Aufsichtsratsvorsitzender des Städtischen Klinikums, nahm am Mittwoch die Fäden in die Hand. Gemeinsam mit Geschäftsführung, Betriebsrat und dem zuständigen Beigeordneten stellte er den Weg des Klinikums in den kommenden Monaten bei einer virtuellen Pressekonferenz vor.

Im Mittelpunkt steht der Masterplan. „Das ist die wichtigste Entscheidung, die jemals im Klinikum getroffen worden ist“, so Sturmfels. An diesem Kompass werde man sich die nächsten fünf oder mehr Jahre orientieren. Mit dem Konzept, um das Klinikum inhaltlich neu aufzustellen und wirtschaftlich zu sichern, habe das Haus eine gute Chance, in kommunaler Hand und als Maximalversorger zu bestehen.

Kai Sturmfels betont besonders die Geschlossenheit, mit der der Masterplan im Aufsichtsrat einstimmig beschlossen worden sei. Ebenso wichtig sei die Akzeptanz bei den Mitarbeitern. „Wir spüren Aufbruchstimmung und Zuversicht. Es ist wichtig, dass Mitarbeiter den Prozess und die Veränderungen, die es ohne Frage geben wird, mitgestalten und mittragen.“ Er geht davon aus, dass es mit dem Plan nicht nur gelingen wird, das Haus in seinen Strukturen zu erhalten, sondern das Leistungsangebot weiter auszubauen. So gebe es Investitionen in neue Technik, neue Verfahren und den Bau eines neuen Bettenhauses.

Martina Zsack-Möllmann (Grüne), gemeinsam mit Angela Prinz (SPD) stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, unterstrich: „Wir sind auf dem Weg, Vertrauen zurückzugewinnen – der Mitarbeiter, der niedergelassenen Ärzte und der Bevölkerung.“

„Es gibt einen Spirit des Zusammenhalts.“
Anke Jahncke, Betriebsrat

Die Verbesserung in der Kommunikation und im Umgang mit den Mitarbeitern hat auch die Betriebsratsvorsitzende Anke Jahncke in den vergangenen Monaten wahrgenommen. „Da der Masterplan transparent in die Mitarbeiterschaft getragen wurde, hat sich die Stimmung im Haus deutlich verändert. Die Mitarbeiter haben das Gefühl, dass alle Bereiche wahrgenommen und wertgeschätzt werden und dass es einen Spirit des Zusammenhalts gibt.“ Jahncke hofft, dass es gelingt, alle Mitarbeiter an Bord zu halten.

Man habe Mitarbeitern und Betriebsrat die Hand ausgestreckt und sei froh, dass im Gegenzug auch der Geschäftsführung der Rücken gestärkt werde, betonte der neue Geschäftsführer Dr. Martin Eversmeyer. „Wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, um das Klinikum als kommunales Haus zu halten und wirtschaftlich zu führen“, gab der zuständige Beigeordnete Jan Welzel (CDU) zu bedenken.

Über die inhaltliche Neuausrichtung informierte der Medizinische Direktor Prof. Dr. Thomas Standl. Über allem stehe der Ehrgeiz, das Haus als Maximalversorger weiterzuentwickeln. „Ich bin froh, dass mit hoher Expertise festgestellt wurde, dass alle Kliniken eine Daseinsberechtigung haben“, brachte er seine zwischenzeitliche Sorge um das Fortbestehen von Frauen- und Kinderklinik zum Ausdruck.

Positive Veränderung gebe es im Zentrum für Innere Medizin. Unter dem Dach der Gastroenterologie werde ein Department für Onkologie eingerichtet, das auch wichtig für die geplante Zertifizierung als Krebszentrum Solingen im nächsten Jahr sei. In der Klinik für Kardiologie werde das Department für Rhythmologie, etwa zur Behandlung von Vorhofflimmern, wiederbesetzt.

Die Klinik für Nephrologie (Nierenheilkunde) ist in die Klinik für Geriatrie, Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie übergegangen. Altersmedizin soll dabei ein neuer Schwerpunkt werden. Die Nephrologie werde personell neu besetzt. Neue Chefärzte gibt es 2021 auch in der Radiologie, der Allgemeinchirurgie, die expandieren soll, und der Kinderklinik. Dort geht Dr. Volker Soditt im Sommer in den Ruhestand.

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