Umbau

Klinikum investiert in ambulante OPs

Michael Pandya (2. v.r.) und Susanne Schumacher-Sondermann vom AOZ und der medizinische Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Standl (r.) stellten Oberbürgermeister Tim Kurzbach das ambulante Operationszentrum vor. Neu ist die Erholungszone mit den Liegesesseln. Foto: Christian Beier
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Michael Pandya (2. v.r.) und Susanne Schumacher-Sondermann vom AOZ und der medizinische Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Standl (r.) stellten Oberbürgermeister Tim Kurzbach das ambulante Operationszentrum vor. Neu ist die Erholungszone mit den Liegesesseln.

Operationszentrum für nicht-stationäre Eingriffe für 630 000 Euro umgebaut

Von Anja Kriskofski

Solingen. Rund 1450 ambulante Operationen werden jedes Jahr im Städtisches Klinikum durchgeführt. Für viele Eingriffe zahlen die Krankenkassen nur noch, wenn sie ambulant vorgenommen werden. „Das Klinikum war eines der ersten Krankenhäuser in Deutschland, das ab 1993 ambulante Operationen angeboten hat“, erklärt der medizinische Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Standl. Das wolle man trotz starker Wettbewerber weiter ausbauen. Das kommunale Krankenhaus hat deshalb 630 000 Euro in den Umbau seines Ambulanten Operationszentrums (AOZ) investiert, das gestern vorgestellt wurde.

Die Eingriffe müssen jetzt nicht mehr in das normale OP-Programm eingefügt werden, sondern finden in zwei eigenen OP-Sälen statt. Daneben umfasst das AOZ unter anderem Aufwachräume, eine Anmeldezone und Arztzimmer. Untergebracht ist das Zentrum im ehemaligen Bereich der Gynäkologie im Erdgeschoss von Haus E. Die Frauenheilkunde war zuvor umgezogen. Neu gestaltet wurde zudem eine sogenannte „Recreation Area“, in der sich die Patienten nach dem Eingriff noch in Liegestühlen bei einer Tasse Kaffee oder Tee erholen, bevor sie in Begleitung nach Hause entlassen werden. „Mit Krankenhaus hat das nicht viel zu tun“, bemerkte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) mit Blick auf die elektrischen Liegesessel aus rotem Leder. Der Komfort sei deutlich erhöht worden, lobte er.

Zunehmend werden auch betagte Patienten ambulant operiert

Zehn bis 14 ambulante Eingriffe aus den Bereichen HNO, Gynäkologie, Urologie, Chirurgie und Unfallchirurgie würden pro Tag im Zentrum durchgeführt, berichtete die Pflegeleitung des AOZ, Susanne Schumacher-Sondermann. Das seien zum Beispiel Beschneidungen von Jungen, Leistenbrüche, Bauchspiegelungen, die Entfernung von Metall nach Knochenfrakturen oder Eierstock-Zysten, erläuterte der Ärztliche Leiter des AOZ, Michael Pandya. „Dabei haben wir den Vorteil, dass wir jederzeit eine stationäre Aufnahme veranlassen können.“ Denn während sich früher vor allem junge, gesunde Menschen ambulant operieren ließen, seien zunehmend betagte Patienten dabei, ergänzte Standl. Auch Kinder werden behandelt.

Die Standards seien die gleichen wie bei einer OP mit anschließendem Krankenhaus-Aufenthalt. So finde Tage vor dem Eingriff ein Aufklärungs- und Narkosegespräch statt, so Pandya. „Die Spielregeln für ambulantes Operieren werden erklärt: Die Abholung und die Versorgung hinterher müssen gewährleistet sein.“

Umbau

Der Umbau des ambulanten Operationszentrums fand im laufenden Betrieb statt. „Er wurde im Zeitrahmen von vier Monaten und zu den geplanten Kosten von 630 000 Euro fertiggestellt“, sagt der kaufmännische Geschäftsführer Dr. Martin Eversmeyer.

Das Klinikum verstärkt die Krebstherapie.

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