Bettenhaus E

Klinikum eröffnet neu gestaltete Stationen

Freuen sich über die neuen Stationen: (v. l.) Prof. Dr. Thomas Standl, Architekt Bernd Hauser, Dezernent Jan Welzel, Pflegeleitung Barbara Witscher, Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Klinikum-Geschäftsführer Dr. Martin Eversmeyer. (klein: ein Zimmer mit Wahlleistung). Fotos: Tim Oelbermann
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Freuen sich über die neuen Stationen: (v. l.) Prof. Dr. Thomas Standl, Architekt Bernd Hauser, Dezernent Jan Welzel, Pflegeleitung Barbara Witscher, Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Klinikum-Geschäftsführer Dr. Martin Eversmeyer.

Die Stationen E 42 und E 52 wurden für knapp 3 Millionen Euro saniert.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Das Städtische Klinikum will für seine Patienten und Mitarbeiter zukunftsweisend sein. Vor diesem Hintergrund werden in dem Bettenhaus E nach und nach die Stationen umfangreich saniert. Am Freitag konnten Vertreter von Klinikum und Stadtspitze die renovierten Stationen E 42 (Unfallchirurgie) und E 52 (Allgemein- und Gefäßchirurgie) im vierten und fünften Obergeschoss offiziell eröffnen.

„Trotz finanzieller Engpässe und begrenzter Landesmittel ist es in den vergangenen Jahren nach und nach gelungen, die Stationen auf den neuesten baulichen und medizinischen Stand zu bringen“, betont der Medizinische Direktor Prof. Dr. Thomas Standl. Nach dem Umbau der Stationen E 12 und E 51 (2011), E 41 (2016) sowie E 31 und E 32 (2018) wurden jetzt 2,95 Millionen Euro in zwei weitere Stationen investiert. Das sei ein weiterer großer Schritt. „Dabei ist die politische Zusage, dass das Klinikum in kommunaler Trägerschaft bleiben soll, für uns eine wichtige Aussage“, so Prof. Standl.

Auch der neue Geschäftsführer Dr. Martin Eversmeyer sieht die Sanierungen als wichtige Etappe auf einem langen Weg. „Die Patienten und die Mitarbeiter sehen, dass wir gut vorankommen.“

Konkret wurde bei der Sanierung der Stationen von jeweils 40 auf 35 Betten reduziert. „Neu bei der aktuellen Sanierung ist auch eine Hybridnutzung“, erklärt Architekt Bernd Hauser vom Architekturbüro Kraft, Führes und Partner. So könnten pro Station in vier Zweibett- und einem Einzelzimmer Wahlleistungen hinzugenommen werden.

So sieht ein Zimmer mit Wahlleistung aus.

Diese Zimmer seien sowohl für Privatpatienten als auch – im Falle des Einzelzimmers mit Schleuse – als Isolierzimmer zu nutzen. Ein Schwerpunkt wurde auf Patientenkomfort gelegt. Die Wahlzimmer verfügen über jeweils separates WC und Dusche. In den Zweibettzimmern sorgt eine faltbare Trennwand für mehr Privatsphäre. Auch die Stützpunkte für die Mitarbeiter wurden neu konzipiert und so die Arbeitsabläufe verbessert. Optimierter Brandschutz und ein neuer Launch-Bereich mit Blick auf die Stadt gehören ebenfalls zur Sanierung.

Eigener Monitor und Zugang zum Internet

„In allen Räumen wurde auch die Technik auf den neuesten Stand gebracht“, betont Verwaltungsdirektor Hans-Jörg Schwarz. Dazu gehört für jeden Patienten ein eigener Monitor und kostenloser Zugang zum Internet. Insgesamt soll die neue Gestaltung für Patienten und Mitarbeiter zur Wohlfühl-Atmosphäre beitragen.

Wände und Einrichtung sind in Pastell- und Naturtönen gehalten. „Mit Blick auf Demenz-Patienten haben wir auch ein besonderes Farbsystem umgesetzt, das diesen Menschen hilft, sich in ihrem Zimmer und im Bad zurechtzufinden“, erklärt Barbara Witscher aus der Pflegedirektion.

Zur Wohlfühlatmosphäre tragen auch großformatige Bilder an den Wänden bei. Die Station E 42 lädt optisch auf eine Reise durch die europäischen Metropolen ein, auf der Station E 52 steht das Bergische Land im Mittelpunkt. Eine gute Atmosphäre und eine bestmögliche Behandlung stehen auch für Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) im Mittelpunkt der Neuausrichtung. „Dabei geht es uns um die Patienten, aber auch um die Mitarbeiter. Gerade die Arbeit in der Pflege wird oftmals nicht ausreichend anerkannt“, verwies er auf die versprochene Einmalzahlung, „für die wir noch streiten müssen“.

Es sei ihm wichtig, auch zukünftig in den Erhalt und die Sanierung des Städtischen Klinikums zu investieren. „Die Stadt gibt alles, was möglich ist, für den Daseins- und Gesundheitsschutz. Aber auch Bund und Land sind jetzt gefragt, die sich in der Krise darauf verlassen haben, dass die Kommunen vor Ort alles regeln.“ Für ihn habe das Klinikum die höchste Priorität. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es schaffen, das Haus und die Arbeitsplätze zu erhalten.“

Der neue Geschäftsführer Dr. Martin Eversmeyer spach im ST-Interview über den Umbau, schwarze Zahlen und Spitzenmedizin.

Klinikum Solingen

Geschichte: 1863 gegründet, zog das Klinikum ab 1913 an die Frankenstraße um. Ab 1974 wurde das jetzige Hauptgebäude E gebaut. Ab 1990 wurden Generalsanierungen vorgenommen und weitere Gebäude errichtet.

Jubiläum: 2013 feierte das Klinikum sein 150-jähriges Bestehen.

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