Krankenhausplan des Landes

Kliniken und Krankenkassen müssen verhandeln

Solinger Krankenhäuser reichen ihre Anträge für die Verteilung beim neuen NRW-Krankenhausplan ein.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Am Donnerstag hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) den Startschuss für den neuen Krankenhausplan des Landes gegeben. Mit diesem Plan soll entschieden werden, welches Krankenhaus zukünftig welches Leistungsspektrum anbietet. „Dieser Plan wird die Krankenhauslandschaft in NRW massiv umwerfen“, ist sich Prof. Dr. Winfried Randerath, Chefarzt der Lungenfachklinik Bethanien, sicher. Am Donnerstag haben die Kliniken die Informationen über den konkreten Ablauf erhalten. „Jetzt werden wir als Krankenhäuser die Anträge einreichen, welche Fachdisziplinen wir vorhalten wollen“, so Randerath.

Dafür hat es in Solingen schon intensive Vorabgespräche zwischen Städtischem Klinikum, St. Lukas Klinik und dem Krankenhaus Bethanien gegeben. „Die Vorbereitungen auf den Krankenhausbedarfsplan laufen bereits seit dem letzten Jahr“, erklärt auch Dr. Marin Eversmeyer, Vorsitzender der Klinikum-Geschäftsführung. Man habe in Abstimmung auch mit den Kostenträgern einen Vorschlag erarbeitet, in dem verschiedene Leistungsgruppen für die medizinische Versorgung der Menschen in Solingen definiert wurden. „Dies werden wir jetzt entsprechend den Vorgaben einreichen.“

Für den November erwarten die Solinger Krankenhäuser dann eine Rückmeldung der Krankenkassen und der Bezirksregierung. „Die Verhandlungen mit den Kassen werden dann natürlich spannend, gerade in den Bereichen, wo bestimmte Fachrichtungen in einer Stadt von verschiedenen Häusern angeboten werden“, vermutet Randerath. Einigt man sich in den regionalen Planungskonferenzen nicht, werde im kommenden Jahr die Bezirksregierung und in letzter Instanz das Gesundheitsministerium entscheiden.

Auch in der Kplus Gruppe, zu der die St. Lukas Klinik gehört, setzt man auf die bereits getroffenen Vereinbarungen. Der Umzug der St. Lukas Klinik nach Hilden und die Schlaganfall-Dependance von Kplus am Klinikum gehörten bereits zu den geplanten Kooperationen, erklärt Kplus-Sprecherin Cerstin Tschirner. „Fest steht aber auch, dass strukturelle Veränderungen Geld kosten. Dafür muss das Land ausreichend Fördermittel zur Verfügung stellen.“

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