Ohligs

Bussche-Kessel-Weg: Grüne wollen Sicherheit für Kleingärtner und Unterstützung der SPD

Die Kleingartenanlage am Bussche-Kessel-Weg liegt direkt an der Bahnlinie nach Köln (rechts). Foto: Christian Beier
+
Die Kleingartenanlage am Bussche-Kessel-Weg liegt direkt an der Bahnlinie nach Köln (rechts).

Die Debatte um die Kleingartenanlage am Bussche-Kessel-Weg geht weiter.

Von Andreas Tews

Solingen. Obwohl die Kleingärten am Bussche-Kessel-Weg als Gewerbeflächen zum Verkauf stehen, bleibt die Zukunft der Anlage offen. Die Grünen sprachen sich jetzt dafür aus, so schnell wie möglich mit planerischen Mitteln Gewerbeflächen an dieser Stelle zu verhindern und setzen dabei auf die Unterstützung der SPD. Die Sozialdemokraten sehen hingegen noch offene Fragen – und auch keinen so großen Zeitdruck wie die Grünen.

Die Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft bietet das 18 600 Quadratmeter große Areal am Ohligser Ende der Viehbachtalstraße zum Verkauf an. Darum drängte vergangene Woche die CDU-Ratsfraktion auf einen politischen Beschluss, der einen Erhalt der Gärten ermöglicht. Die Stadt hat ein Vorkaufsrecht. Ob sie davon gebraucht macht, ist noch nicht entschieden.

Kleingärten am Bussche-Kessel-Weg: SPD sieht noch offene Fragen

Grünen-Fraktionssprecherin Juliane Hilbricht forderte jetzt, „endlich Sicherheit“ für die Kleingärtner zu schaffen. Der Bebauungsplan von 1975, der an dieser Stelle ein Gewerbegebiet vorsieht, sei nicht mehr zeitgemäß. Mit allen im Rat vertretenen Fraktionen will sie abstimmen, ob baurechtliche Instrumente wie eine Veränderungssperre und ein neuer Bebauungsplan möglich seien, um eine „wichtige Klimaschneise“ für Ohligs zu erhalten. Der Vorsitzende des städtischen Umweltausschusses, Thilo Schnor (Grüne) gab zu bedenken, dass die Gärten Rückzugsraum für bedrohte Arten seien und dass sie Regenwasser zurückhielten. Einen Kauf der Fläche durch die Stadt fordert die Linkspartei.

Dass ein Verkaufsdossier im Internet veröffentlicht wurde, heißt aus Sicht der SPD-Fraktionsvorsitzenden Iris Preuß-Buchholz nicht, dass zeitnah verkauft werde. Vor einem Beschluss seien noch Fragen zu klären – zum Beispiel, ob die Stadt als verschuldete Kommune eine Fläche als Gewerbegebiet kaufen und sie dann planerisch in eine (finanziell minderwertigere) Grünfläche umwandeln dürfe. Außerdem stehe ein Gutachten aus, in dem geprüft werde, wie wichtig die Grünfläche für das Ohligser Stadtklima sei. Die Sozialdemokratin betont, dass die Kleingartenanlage in Zukunft auf jeden Fall kleiner sein werde. Denn ein Teil des Areals werde für das dritte Bahngleis in Richtung Köln benötigt.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Getanzter Heiratsantrag auf dem Mühlenplatz
Getanzter Heiratsantrag auf dem Mühlenplatz
Getanzter Heiratsantrag auf dem Mühlenplatz
Trend zum Selbermachen: Wenn Wertloses wertvoll wird
Trend zum Selbermachen: Wenn Wertloses wertvoll wird
Trend zum Selbermachen: Wenn Wertloses wertvoll wird
„Armut ist eines der Hauptprobleme“
„Armut ist eines der Hauptprobleme“
„Armut ist eines der Hauptprobleme“
Welche Kreuzung suchen wir heute?
Welche Kreuzung suchen wir heute?
Welche Kreuzung suchen wir heute?

Kommentare