Aufderhöhe

„Baumhirten“ feiern ihren Waldkindergarten

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Waldkindergarten Josefstal, Kindergartenleiterin Nina Bialkowski (rechts) mit ihrem Team und dem Vorstand des Fördervereins der Eltern.

Seit fünf Jahren gibt es den Trägerverein - Kinder, Eltern und Erzieher arbeiten Hand in Hand zusammen.

Von Leon Hohmann

Seit 2010 besteht der Waldkindergarten in Ohligs. Am Samstag feierte der Trägerverein „Die kleinen Baumhirten“ das fünfjährige Bestehen. Befand sich der Kindergarten in den ersten drei Jahren provisorisch in einem Wohnwagen, so ist er heute in mehreren Holzhütten neben dem Gelände des ehemaligen Freibads Aufderhöhe untergebracht. Derzeit werden die zwanzig Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren von drei ausgebildeten Erziehern und einem Erzieher in der Ausbildung betreut. Außerdem hilft ein „Freiwilliger im Sozialen Jahr“ mit. 

„Es geht einem das Herz auf, wenn man diesen schönen Kindergarten sieht“, lobt Solingens erster Bürgermeister Ernst Lauterjung und gratuliert Elternverein und Kindergartenleitung zum Jubiläum. Er würdigt insbesondere die ehrenamtliche Leistung der Eltern: „Ohne die zahlreiche Unterstützung ließe sich ein solches Konzept nicht umsetzen.“ Mittlerweile sind die Baumhirten stadtbekannt. „Einige Familien wohnen in Gräfrath und bringen ihre Kinder jeden Tag hierher“, sagt Leiterin Nina Bialkowski. Das zeige, wie sehr die Eltern daran interessiert seien, dass ihre Kinder in den Waldkindergarten gingen.

„Wir gehen jeden Tag mit den Kindern raus“, erklärt Bialkowski. Nur bei starken Wetterereignissen, wenn die Kinder gefährdet seien, würden sie sich in den Blockhütten aufhalten. „Das stellt aber auch große Herausforderungen an uns“, sagt die Kindergartenleiterin. „Zwar entdecken die Kinder den Wald selber, aber auch wir müssen sehr kreativ sein, um immer wieder neue Aktionen anzubieten.“ Bialkowski zieht eine positive Bilanz aus den ersten fünf Jahren: „Wir haben hier ein gutes Miteinander, wir sind sehr familiär“, sagt sie. Kinder, Eltern und Erzieher würden Hand in Hand zusammenarbeiten, wenn es um den Kindergarten gehe. 

WALDKINDERGÄRTEN

KONZEPT Ursprünglich kommt die Idee des Waldkindergartens aus Skandinavien. 1954 wurde der erste Kindergarten dieser Art in Dänemark eröffnet. „Seit ungefähr 18 Jahren gibt es diesen Trend in Deutschland“, sagt Leiterin Nina Bialkowski. Mittlerweile gäbe es rund 500 Waldkindergärten in der Bundesrepublik.

„Ich finde es sehr gut, das die Kinder sich viel im Freien bewegen. Das Konzept fördert die Kreativität“, sagt Christian Huke, erster Vorsitzender des Vereins. Seine beiden Kinder sind oder waren im Waldkindergarten. Ihn überzeugt auch der Standort im Josefstal: „Es ist einfach schön hier. Der Kindergarten liegt weit ab von der Straße und ist direkt am Wald.“ Wer sein Kind im Waldkindergarten anmeldet, der ist automatisch im Baumhirten-Verein Mitglied. „Die Elternschaft hält sehr gut zusammen“, sagt Huke. Er ist optimistisch für die Zukunft: „Es ist gut so, wie es ist. Luft nach oben ist aber noch da.“

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