Ehrenamt

Kleiderkammer spendet 5000 Euro an „Solingen hilft“

Dr. Christoph Zenses (Mitte) und Uli Preuss (links daneben) vom Verein „Solingen hilft“ freuen sich über eine Spende der Kleiderkammer.
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Dr. Christoph Zenses (Mitte) und Uli Preuss (links daneben) vom Verein „Solingen hilft“ freuen sich über eine Spende der Kleiderkammer.

Verein unterstützt ehrenamtlichen Einsatz im Flüchtlingscamp Moria.

Von Daniela Tobias

Man könnte fast von einem Schneeball-Effekt sprechen: Gutes tun und damit wiederum Gutes tun funktioniert bei den Ehrenamtlern der katholischen Gemeinde im Solinger Westen gerade wie von selbst. Seit die Kleiderkammer St. Sebastian aus dem Keller des Gemeindezentrums an der Hackhauser Straße in ein eigenes Lokal an der Grünstraße umgezogen ist, brummt der Laden und bringt tatsächlich einiges an Umsatz, obwohl die Kunden nur einen ganz kleinen Obolus zahlen müssen.

Pfarrer Meinrad Funke erinnert sich: „Als 2016 die Idee aufkam, etwas zu mieten, weil der Platz nicht mehr reichte, waren einige skeptisch, ob sich das trägt. Die Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer waren aber zuversichtlich – und die Hoffnung hat sich mehr als erfüllt.“ Funke und die Engagementförderin Sabina Vermeegen sind stolz auf das Team von derzeit 17 Aktiven, die dreimal die Woche Secondhandkleidung, Einrichtungsgegenstände und Spielzeug sortieren und verkaufen. Was nach Abzug der Miete auf dem Konto bleibt, ist für karitative Zwecke bestimmt.

Gemeinsam hat das Team mit Pfarrer Funke entschieden, dass 5000 Euro des Erlöses an den neu gegründeten Verein „Solingen hilft“ gehen sollen. Dieser unterstützt damit Dr. Christoph Zenses, der Anfang März wieder im Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos im Einsatz sein wird. „Die Hilfsorganisation, mit der ich vor Ort kooperiere, sagte mir, dass derzeit ein Ultraschallgerät am dringendsten benötigt wird“, berichtete der Mediziner. Die Anschaffung war nun dank der Spende möglich.

„Wohlfühlmorgen“ fand großen Anklang

„Wir wollten gerne weiterhin geflüchteten Menschen helfen“, erklärte Waltraud Buchmüller die Entscheidung des Kleiderkammer-Teams. In Solingen sei der akute Bedarf zurückgegangen, aber in den griechischen Camps ist die Not nach wie vor groß.

Den Weg in die Kleiderkammer finden inzwischen auch nicht mehr nur Neuzuwanderer, sondern zahlreiche Einheimische, die wirtschaftlich nicht auf Rosen gebettet sind. Ebenso großen Anklang fand vergangenes Wochenende der „Wohlfühlmorgen“ für Bedürftige, den die Gemeinde zum zweiten Mal ausgerichtet hat. „Wir hatten über 70 Gäste“, freute sich Sabina Vermeegen.

Pfarrer Funke möchte die Ehrenamts-Koordinatorin, die im Rahmen eines Pilotprojekts des Erzbistums finanziert wird, nicht mehr missen: „Sie schafft es, ehrenamtliches Engagement mit den karitativen Aufgaben der Kirche neu zu verknüpfen.“

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