Klaus Witte ist im Alter von 88 Jahren gestorben

Klaus Witte mit OB Tim Kurzbach (r.) und Bürgermeister Carsten Voigt (l.) bei der Verleihung des Verdienstkreuzes 2018. Archivfoto: Daniela Tobias
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Klaus Witte mit OB Tim Kurzbach (r.) und Bürgermeister Carsten Voigt (l.) bei der Verleihung des Verdienstkreuzes 2018. Archivfoto: Daniela Tobias

Träger des Bundesverdienstkreuzes engagierte sich in vielen Bereichen der Gesellschaft

-bjb- Klaus Witte ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes hatte sich ehrenamtlich vor allem um die Pommersche Landsmannschaft und den Bund der Vertriebenen verdient gemacht. Lange Jahre war er Stellvertretender Vorsitzender des Bundes deutscher Vertriebener (BdV) Solingen sowie Beauftragter der Pommerschen Landsmannschaft-Landesgruppe NRW sowie der Landesgruppe des BdV-NRW für Schloss Burg.

Es war vor allem Klaus Witte, der sich für den Erhalt des Batterieturms auf Schloss Burg, in dem die Gedenkstätte des Deutschen Ostens untergebracht ist, erfolgreich eingesetzt hatte. Als 2005 für den sanierungsbedürftigen Turm die Mittel fehlten, nutzte Witte seine Kontakte. Nach vielen Verhandlungen wurde der jährliche Zuschuss wieder gezahlt und auch Mittel für die Sanierung des Turms bereitgestellt.

Witte sei damit zu einem unverzichtbaren Bindeglied zwischen Schlossbauverein, Vertriebenenverbänden und Landesregierung geworden, erklärte Oberbürgermeister Tim Kurzbach bei der Verdienstkreuz-Verleihung 2018.

Witte, auch Träger der Ernst-Moritz-Arndt-Plakette des BdV und des Eichenblatts in Silber der Pommerschen Landsmannschaft, hat mehr als 20 Jahre lang Veranstaltungen auf Schloss Burg organisiert, in denen das pommersche Kulturgut aufgearbeitet wurde.

Auch sonst war das CDU-Mitglied Witte vielfältig engagiert: Rund zehn Jahre lang war er Organisationsleiter der Interessengemeinschaft Solinger Karneval, rund 20 Jahre im Vorstand der Funkengarde Blau-Weiß Solingen sowie mehrere Jahre Vizepräsident im Verband der Rheinisch-Bergisch-Märkischen Karnevalsgesellschaften. Fast drei Jahrzehnte gehörte er dem Vorstand eines Männergesangvereins an und zeichnete 25 Jahre jeden Sonntag für den Kindergottesdienst in der Evangelischen Stadtkirchengemeinde verantwortlich.

Und das alles ohne viel Aufhebens um die eigene Person. Ein deutsches Sprichwort, sagte Wittes Tochter Birgitt Peters in ihrer Rede zum 85. Geburtstag ihres Vaters, könnte sehr gut auf ihn gemünzt sein: „Redlichkeit ist die Tugend, gut zu sein, ohne dabei beobachtet zu werden.“

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