Weihnachtsbaum-Aktion

Kiwanis verkaufen für den guten Zweck

Die Erlöse sollen gemäß dem Motto „Serving the children of the world“ (den Kindern auf der Welt helfen) bedürftigen Jungen und Mädchen in der Stadt zugutekommen.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Im Oktober haben sie Kindern mit neuen Winterjacken Wärme geschenkt. Jetzt starten die Kiwanis eine weitere Aktion, um Geld für den guten Zweck zu sammeln. Die Mitglieder des Serviceclubs verkaufen Weihnachtsbäume: am Samstag, 3. Dezember, von 9 bis 16 Uhr auf dem Parkplatz an der Konrad-Adenauer-Straße 72. Die Erlöse sollen gemäß dem Motto „Serving the children of the world“ (den Kindern auf der Welt helfen) bedürftigen Jungen und Mädchen in der Stadt zugutekommen. „Wir wollen unsere Aktivitäten ausbauen. Denn wir nehmen wahr, dass die Bedarfe steigen“, sagt Martin Idelberger von den Kiwanis.

Die Kinderarmut in der Stadt belegen Zahlen aus dem Keck-Atlas. Demnach lebten im vergangenen Jahr 19 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Familien, die Hartz IV beziehen. Im Bezirk Mitte waren es sogar 32 Prozent.

Dass mehr Kinder und Jugendliche Unterstützung brauchen, erlebt Kiwanis-Mitglied Joachim Blümer auch in seinem beruflichen Alltag als Leiter der Theodor-Heuss-Realschule. „Bei allem, was außerhalb von Unterricht Geld kostet, hören wir inzwischen öfter: Das können wir nicht bezahlen.“ Bei Klassenfahrten springe der Schulverein häufiger als früher ein, um Schülern die Teilnahme zu ermöglichen.

Für die Winterjacken-Aktion hätten die Kiwanis vor fünf Jahren noch 25 Jacken gespendet. „In diesem Jahr waren es bereits 65.“ Dabei setzen sie auf Netzwerke. „Wärme schenken“ organisieren sie jedes Jahr in Zusammenarbeit mit Kevin Gottula, Leiter der Kindertagesstätte Fuhr. Dieser fragt den Bedarf in anderen städtischen Kitas ab.

Projekte für Kinder inSolingen werden finanziert

Daneben finanzieren die Kiwanis auch jeden Sommer Schultornister für Erstklässler. Außerdem unterstütze der Club Gewaltpräventionsprojekte an Grundschulen, ein Reitprojekt für Kinder aus Pflegefamilien und den Verein Raduga, der russischsprachigen Unterricht für Kinder anbietet, berichtet Idelberger. In der Adventszeit organisieren die Kiwanis zudem eine Weihnachtsfeier in einem Übergangsheim für geflüchtete Familien.

Beim Weihnachtsbaumverkauf wollen die Mitglieder – aktuell sind es rund 30 – auf ihre Arbeit aufmerksam machen. Und vielleicht erfahren, wo noch Unterstützung gebraucht wird. Auch neue Mitstreiter seien stets willkommen. Verkauft werden frisch geschlagene Nordmanntannen aus dem Sauerland.


Samstag, 3. Dezember, 9 bis 16 Uhr, Parkplatz an der Konrad-Adenauer-Straße 72

kiwanis-solingen.org

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