Kita Regenbogen ist für achtsame Kommunikation zertifiziert

Von links: Andrea Daun, Laura König, Jasmin Wahoff (Vorstandsvorsitzende), Gabriele Vissel, Antje Schmitz und Gabriele Offermann. Die Kita Regenbogen sucht auch noch Fachkräfte. Foto: Christian Beier
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Von links: Andrea Daun, Laura König, Jasmin Wahoff (Vorstandsvorsitzende), Gabriele Vissel, Antje Schmitz und Gabriele Offermann. Die Kita Regenbogen sucht auch noch Fachkräfte.

Erste Einrichtung der Region erhält Auszeichnung von Familylab

Von Daniela Neumann

Als erste Kindertagesstätte im Bergischen Land hat die Walder Kita Regenbogen eine Auszeichnung des Familienwerkstatt-Unternehmens Familylab erhalten. Die Urkunde gab es für das Zusammenwirken von Selbstreflexion und achtsamer Kommunikation. „Je auffälliger ein Kind, desto mehr Hilfe braucht der Erwachsene“, lautet zusammengefasst das Motto. Über die seit diesem Monat zertifizierte Familylab-Kita informierten Leiterin Andrea Daun und ihr siebenköpfiges Team das ST nun vor Ort.

Das Thema Matschhose dient als Beispiel aus dem Alltag

An der Bausmühlenstraße, neben der Grundschule Westersburg, liegt die zweigruppige Kita, die nach einem weitgehend offenen Konzept arbeitet. Gegründet wurde die Einrichtung 1993 durch eine Elterninitiative. Sie stellt auch heute den Vorstand des Trägervereins. Schwerpunkte sind Bewegung – mit dem WMTV – und das Projekt „Kleine Forscher“. 43 Kinder vom U3-Bereich bis zur Vorschule besuchen aktuell die Kita Regenbogen.

Was bedeutet hier das Motto des Hinschauens in der Praxis? „Wir haben uns im Team viel ausgetauscht und an unserer Art und Weise gearbeitet“, erzählt Andrea Daun als pädagogische Leitung und Referentin. Die eigenen Handlungsweisen mal zu hinterfragen, darum sei es gegangen, sagt Erzieherin Gabriele Offermann. Bei manchen – wie auch ihr – liege die Ausbildung Jahrzehnte zurück, da sei es nur folgerichtig, draufzuschauen.

Fachkraft Laura König nutzt das Netzwerk von Familylab etwa zur Information und zum Nachlesen: „Die Zertifizierung gibt Rückendeckung, und ich bekomme Rat, was ich noch tun kann.“ Basierend auf den Erfahrungen, der Arbeit und den Bestseller-Büchern des 2019 verstorbenen Familienberaters Jesper Juul bietet Familylab Seminare für Fachkräfte und als Plattform Informationen für alle Interessierten.

Laura König gibt ein Beispiel, wie Kommunikation gelingen kann: „Alle Kinder sollen bei Regen eine Matschhose anziehen. Wenn ein Kind das nicht möchte, sage ich: Ich sehe, dass Du das nicht willst. Dann kann ich sagen, dass es mit seinen Eltern sprechen könne, wenn die Hose etwa kratzig sei oder etwas rutsche. Jetzt gerade heißt es aber, sie anzuziehen.“ Individuell nachzufragen, was störend sei, das sei achtsam und inhaltlich klar, erläutern Gabriele Vissel und Antje Schmitz. Auch bei Eltern. „Ich versuche, Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen“, sagt eine Mutter. Das schaffe nun auch ihr Mann.

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