Historisches Foto

Was verbirgt sich hinter unserem neuen Rätselfoto?

Was ist hier zu sehen?
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Das historische Foto der vergangenen Woche war etwas schwieriger zu erkennen.

Von Alexandra Dulinski

Solingen. Eigentlich suchten wir die Deponie an der Mühlenstraße. Aber: Unseren Lesern fiel ein ganz anderer Aspekt der historischen Aufnahme viel stärker ins Auge. „Das Foto zeigt die katholische Kirche St. Joseph in Ohligs. Am 27. Juni 1858 wurde der Grundstein gelegt“, schreibt uns Leserin Elke Steinhaus. Am 25. November 1862 habe die Gemeinde – bestehend aus nur 750 Gläubige – einziehen können. „Die Kirche wurde bald zu klein. Im April 1891 wurde der Grundstein für eine neue, größere Kirche gelegt. 1893 wurde die neue Kirche eingesegnet. 1894 wurde auch der Kirchturm vollendet“, berichtet sie weiter. Im Juli hätten das erste Mal die Glocken geläutet. Den hohen, schlanken Kirchturm sehe man schon gut von weitem.

Dora de Bacle erkannte, wo unser Fotograf gestanden haben muss: „Der Fotograf steht in nahezu direkter Verlängerung des Kirchenschiffs von St. Josef in Ohligs, süd-süd-östlich vom Kirchturm. Die Aufnahme hat vermutlich mit dem Bau der Viehbachtalstraße zu tun, die 1981 eingeweiht wurde.“

Im Jahr 1891 wurde der Grundstein zum Bau der katholischen Kirche St. Joseph in Ohligs gelegt. Sie ist noch heute ein Ohligser Wahrzeichen und ein Orientierungspunkt für Bahnreisende.

Aufgrund der Nähe zur Kirche gehe sie davon aus, dass es auf dem Foto um die Kanalisation des Viehbachs geht, der heute unter dem Firmengelände der Adient Metal Forming entlang laufe. „Ich glaube nicht, dass es auf dem Bild um die Trassierung der eigentlichen Straße geht“, berichtet sie.

Turm ist ein Orientierungspunkt für Bahnreisende

Auch Norbert H. Posthum erkannte die Kirche in Ohligs. „Dieses Gebäude ist ein Wahrzeichen für den Stadtteil. Für die Bahnreisenden stellt der Turm einen Orientierungspunkt dar, das heißt, der Bahnhof ist nicht mehr weit entfernt“, schreibt er. Der Zugang zu der Kathedrale befinde sich an der Hackhauser Straße. Als Berufspendler habe er viele Jahre regelmäßig Sichtkontakt zu der Kirche gehabt. „Das Areal hat rückwärtig ein starkes Gefälle. Angrenzend an das Kirchengebäude befinden sich eine Kita und der Friedhof“, so Posthum. Man blicke auf den Altarraum. Auf dem Foto erkannte er ein Baufahrzeug, ein Muldenkipper der Firma Kliemt sowie eine Planierraupe. Auch Norbert H. Posthum vermutet, dass diese Fahrzeuge für Erdbewegungen in Verbindung mit einer Straßenbaumaßnahme an der Viehbachtalstraße im Einsatz waren.

Die Kirchspitze ist noch heute charakteristisch.

„Der Ursprung der Gemeinde St. Joseph geht auf das Jahr 1858 zurück. Damals unterstand sie noch der Gemeinde St. Katharina in Wald. Im Jahre 1887 wurde sie dann eine selbstständige Pfarrei“, weiß er zu berichten. Im Zuge von Umstrukturierungen im Dekanat Solingen seien die bis dahin selbstständigen Gemeinden St. Katharina, St. Liebfrauen, St. Maria Himmelfahrt und St. Joseph zur neuen Gemeinde St. Sebastian fusioniert worden. „Die alten Pfarreien sind organisatorisch nunmehr Kirchorte“, erklärt Posthum.

Das neue Rätselfoto

Was suchen wir heute? Was verbinden Sie damit? Senden Sie uns Ihre Antworten bis Donnerstag, 27. August, mit dem Vermerk „Historisches Foto“ an Solinger Tageblatt, Redaktion, Mummstraße 9, 42651 Solingen. Gerne können Sie uns auch eine E-Mail schreiben.

redaktion@solinger-tageblatt.de

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