Grundschulen

191 Kinder warten auf einen Ganztagsplatz

Die Schulverwaltung aus dem Ressort von Dezernentin Dagmar Becker (Grüne) sucht eine Lösung für die Grundschule Schützenstraße. Archivfoto: Christian Beier
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Die Schulverwaltung aus dem Ressort von Dezernentin Dagmar Becker (Grüne) sucht eine Lösung für die Grundschule Schützenstraße.

Für die fehlenden Plätze an der Grundschule Schützenstraße deutet sich eine Lösung an.

Von Anja Kriskofski

Solingen. In der kommenden Woche beginnt das neue Schuljahr. Doch 191 Kinder warten nach Angaben der Stadtverwaltung noch auf einen Platz in der offenen Ganztagsbetreuung (OGS) an den Solinger Grundschulen. Gleichzeitig seien 190 Verträge, die an Eltern verschickt wurden, noch nicht wieder zurückgesandt worden, heißt es aus dem Rathaus. Die Schulverwaltung setzt deshalb darauf, dass noch Kinder von der Warteliste einen Platz bekommen, der von anderen nicht in Anspruch genommen wurde. 2506 OGS-Plätze gebe es derzeit in Solingen, teilt Stadtsprecherin Sabine Rische mit.

Noch keine Lösung gibt es für die Grundschule Schützenstraße. Diese ist jedoch offenbar in Sicht. „Die Schulverwaltung ist weiterhin mit Schule und Träger im Gespräch, mit dem Ziel das Angebot zu erweitern“, berichtet Rische. Die Gespräche seien „aktuell auf der Zielgeraden“. Ohne eine Erweiterung fehlen an der Schützenstraße 36 Plätze. Eltern hatten bemängelt, dass die Familien erst kurz vor den Sommerferien erfahren hätten, dass es für ihre Kinder keine Betreuungsplätze gebe. Betroffen seien etliche Kinder, bei denen Eltern alleinerziehend oder beide berufstätig seien und solche, die im abgelaufenen Schuljahr noch einen OGS-Platz hatten.

„Der Bedarf an mehr Ganztagsplätzen wird bleiben.“

Christiane Backendorf setzt sich für den OGS-Ausbau ein

Für weitere Plätze an anderen Schulen gebe es derzeit keine konkrete Planung, erklärt Sabine Rische. „Die Bedarfssituation sowie die Einrichtung weiterer Angebote wird jedoch kontinuierlich geprüft.“

An der Grundschule Südstraße soll zum neuen Schuljahr eine weitere Gruppe mit bis zu 20 Plätzen angeboten werden. An der Ohligser Schule hatten bereits 2019 mehrere Eltern eine Initiative für den OGS-Ausbau gestartet. „Es sieht so aus, als wären bei uns nun alle Kinder mit einem Platz im offenen Ganztag versorgt“, sagt Christiane Backendorf, eine der Initiatorinnen.

Auch wenn es für ihre Schule nun eine Lösung gebe: Sie und ihre Mitstreiter wollten weiter am Thema OGS-Ausbau dranbleiben, sagt Backendorf. „Ich verstehe, dass wegen der Coronakrise die Schulverwaltung mit vielen anderen Dingen beschäftigt war.“ Dennoch sei es ein „Unding“, dass Eltern erst im Juni eine Zusage oder Absage für einen Ganztagsplatz bekommen hätten. Wer sein Kind jetzt einschule, habe bereits im Oktober 2019 angegeben, ob er die Betreuung brauche oder nicht.

„Wir wissen, dass wegen Corona manche Eltern ihre Anträge auf einen Betreuungsplatz zurückgezogen haben. Aber der Bedarf an mehr Plätzen wird weiterhin da sein.“

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