Betreuungsangebot

Kinder sind bei jedem Wetter draußen

Der Morgenkreis, der natürlich auch im Freien stattfindet, ist im Waldkindergarten, wie in allen Kindergärten, von vielen Ritualen geprägt. Foto: Uli Preuss
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Der Morgenkreis, der natürlich auch im Freien stattfindet, ist im Waldkindergarten, wie in allen Kindergärten, von vielen Ritualen geprägt.

Der Waldkindergarten besteht seit fünf Jahren. Jetzt wird eine neue Leitung

Von Simone Theyßen-Speich

Schlechtes Wetter gibt es nicht. Für die 20 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren, die jeden Morgen im Waldkindergarten spielen, toben, bauen und basteln, ist jedes Wetter gut. Und sie sind bei jedem Wetter draußen. Das gehört zum Konzept des Waldkindergartens, der vor fünf Jahren gegründet wurde und seit zweieinhalb Jahren im Josefstal in Aufderhöhe beheimatet ist.

Auch jetzt, wenn der Winter vor der Tür steht und die nass-kalte Jahreszeit beginnt. „Diese Sorgen sind meistens nur in den Köpfen der Erwachsenen. Kinder haben da kein Problem mit“, weiß Daniela Jansen aus Erfahrung. Sie hat die Elterninitiative, die unter dem Dach des Paritätischen arbeitet, vor fünf Jahren mit gegründet, als Sohn Linus (heute 7) in den Kindergarten kam. Mittlerweile besucht Lars (5) den Waldkindergarten, und im Sommer rückt noch der Jüngste, Levin (1), nach.

„Wir haben damals nach einem naturnahen Konzept gesucht. So etwas gab es in Solingen noch nicht. Deshalb haben wir mit fünf Familien den Waldkindergarten gegründet“, erzählt Daniela Jansen. Ihr Resümee: „Die Kinder sind deutlich weniger krank, wenn sie den ganzen Tag an der frischen Luft sind.“

Das bestätigt auch Leiterin Ute Blum, die ebenfalls von Anfang an dabei ist. Neben ihr gehören eine weitere Erzieherin, eine Praktikantin und ein FSJler (Freiwilliges Soziales Jahr) zum Team. „Es ist selten, dass ein Kind mal eine ganze Woche lang krank ist.“

Die richtige Kleidung gehört zwingend dazu

Gerade im Winter sei viel Bewegung draußen wichtig. „Die Kinder erleben den Wald dann auch ganz anders, weil er anders aussieht, anders riecht und weil es im Winter viel ruhiger im Wald ist“, schildert Ute Blum die sinnlichen Erfahrungen, die die Kinder machen.

WALDKINDERGARTEN

KONTAKT Josefstal 4, Tel. 1 39 41 31, www.waldkindergarten-solingen.de. 

KITA-PLÄTZE Interessierte können einen Schnuppertag vereinbaren. 

BEWERBUNGEN Bewerbungen für die Kita-Leitung an die Vorsitzende Sabine Deutzmann, vorstand@waldkindergarten-solingen.de

Spielmaterial wie Blätter oder Äste gibt es zu jeder Jahreszeit. An einer Stelle entsteht ein Indianerplatz, ein paar Meter weiter ein Kaufladen aus Stöcken. „Wir bleiben als Gruppe natürlich immer zusammen, aber haben das ganze Josefstal zum Spielen“, betont die Leiterin. „Durch die viele Bewegung sind die Kinder auch körperlich sehr fit“, unterstreicht Sabine Deutzmann, die Vorsitzende der Elterninitiative.

Natürlich gehöre die richtige Kleidung zwingend dazu. Wasserfest muss sie sein. „Am besten sind gerade im Winter verschiedene Schichten, etwa aus Wolle, die man je nach Temperatur ausziehen kann“, erklärt Mutter Sylke Huke. Wichtig sei eine Kopfbedeckung – im Winter gegen die Kälte, im Sommer zum Schutz – und langärmlige Kleidung zum Schutz vor Zecken.

Zur Unterstützung des Teams sucht der Waldkindergarten noch eine Erzieherin für die Leitung (»  Kasten). „Wichtig ist, dass Bewerber das Konzept unterstützen und daran Spaß haben“, betont Ute Blum. Ebenso viel Spaß wie die Kinder. Den Nieselregen gestern kommentierte Ole (2) begeistert: „Dann zieh ich die Matschhose an und spring in die Pfützen.“

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