Aktion

Kinder lernen im Industriemuseum Metallverarbeitung kennen

Hans-Jürgen Schrage leitete die kleinen Besucherinnen und Besucher im Industriemuseum an.
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Hans-Jürgen Schrage leitete die kleinen Besucherinnen und Besucher im Industriemuseum an.

Handwerksaktion in der Gesenkschmiede Hendrichs.

Von Andreas Römer

Solingen. Feilen, ankörnen, bohren, Buchstaben einschlagen – die Kinder haben sichtlich Spaß daran, ihren ganz persönlichen Schlüsselanhänger selbst zu basteln. Bei der Sommerferienaktionen in der offenen Besucherwerkstatt des LVR-Industriemuseums Gesenkschmiede Hendrichs dürfen Mädchen und Jungen ab acht Jahren jeden Samstag ran ans Metall. Unter der Anleitung von Hans-Jürgen Schrage lernen sie schnell, wie man feilt, bohrt oder mit dem Hammer schlägt.

Der Museumspädagoge arbeitet seit mehr als 20 Jahren im Industriemuseum und hat schon Tausenden von Kindern die ersten Schritte in der Metallverarbeitung erklärt. Eigentlich wollte er gar nicht so lange bleiben, doch die Arbeit macht ihm so viel Spaß, dass er sich heute gar nichts anderes mehr vorstellen mag.

Er selbst kommt aus der Solinger Schneidwarenindustrie, weiß also ganz genau, wovon er spricht. Geduldig erklärt Schrage den Kindern jeden Arbeitsschritt und steht zur Seite, wenn es nicht sofort klappen will. „Die Zeiten haben sich schon verändert“, erzählt Schrage. Vor 20 Jahren habe er keinem Kind erklären müssen, was eine Feile ist. Heute staunen die Kleinen oft, was es da so alles gibt und wofür man es einsetzen kann. Aber die scharfen Ecken des kleinen Metallstücks kriegen sie dann alle schnell mit der Feile schön abgerundet.

Mitmachen ist an den kommenden Samstagen möglich

Von „Ankörnen“ habe sie sowieso noch nicht gehört, merken jedoch schnell, wie hilfreich es ist, damit der Bohrer nicht abrutscht. Und dass man mit dem Bohrer, der in der Besucherwerkstatt noch mit der Hand gedreht werden muss, immer nur in eine Richtung ein Loch ins Metall bohrt, braucht bei dem einen oder anderen auch einen Moment, bis man es verstanden hat.

Die Bedingungen sind in der ein Jahr alten Besucherwerkstatt hervorragend. Tische und Schraubstock sind eigens in Kinderhöhe gebaut. Und so haben die Kleinen keine Mühe, alle Arbeitsschritte durchzuführen. Früher hatte man an den Originalarbeitsplätzen im Museum immer ein bisschen Mühe, weil die Kinder nicht richtig an den Schraubstock kamen.

So haben alle sichtlich Spaß und sind so stolz auf ihren Schlüsselanhänger, dass einige gleich einen zweiten machen - mit einem Namen von Oma, Opa oder Mama. Die Eltern und Großeltern sind zur Unterstützung da und machen eifrig Fotos oder helfen, wenn die Kraft nicht reicht, um den Buchstaben richtig deutlich ins Metall zu schlagen.

Auch an den nächsten Samstagen im Juli kann man noch mitmachen. Jeweils um 11 und um 14 Uhr startet die zweistündige Handwerksaktion im Industriemuseum an der Merscheider Straße. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für die Kinder ist der Eintritt frei, lediglich drei Euro sind für das Material fällig.

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