Kinder lernen amerikanische Küche kennen – ohne Hamburger

Beim Ferien(p)ass bei der Gemeinde von St. Engelbert ging es im Pfarrheim ums Kochen.Foto: Rouven Böttner
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Beim Ferien(p)ass bei der Gemeinde von St. Engelbert ging es im Pfarrheim ums Kochen.Foto: Rouven Böttner

Beim Ferien(s)pass geht es um „Kochen aus aller Welt“ – fast alle Kurse finden im Sommer statt

Von Julia Wodara

Auf dem Gelände der katholischen Kirche St. Engelbert sieht man Klettergriffe an den Bäumen, eine kleine Gruppe spielt vor dem Pfarrheim Boule – das sind nur einige der diesjährigen Aktionen vom Fe-rien(s)pass Solingen, mit denen Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren seit einer Woche ihre Sommerferien füllen können.

Im ersten Teil der neuen Veranstaltung „Kochen aus aller Welt“ lernen die Kinder in den Räumen der Pfarrgemeinde so die nord- und südamerikanische Küche kennen. Die Gerichte sollen vor allem Klischees brechen: „Amerikanisches Essen bedeutet nicht immer nur Hamburger“, betont Köchin Cornelia Melcher, die für die Rezeptauswahl zuständig war. Stattdessen kochen die Kinder zusammen brasilianische Empanadas, mexikanische Nachos mit Guacamole und kanadische Pancakes.

Auch der Caesar Salad, der für viele Kinder bereits aus Fast-Food-Ketten bekannt war, soll durch das eigene Rezept neu entdeckt werden. Damit nicht nur kulinarisch, sondern auch kulturell Neues „aufgetischt“ werden kann, ergänzt Melcher die Gerichte um die kulturellen Hintergründe. Trotz dieser Bildungsfunktion grenzt Einrichtungsleiter Daniel Hermanns den Ferien(s)pass von schulischer Extra-Zeit ab. „Die Schulferien bleiben eine schulfreie Zeit“, meint er. Denn die Kinder sollen spielerisch lernen, wie man Ziele gemeinsam erreicht.

So entstehen schnell auch neue Freundschaften: „Am Anfang waren alle Kinder noch ganz still und wussten nicht, was sie sagen sollen“, berichtet Hermanns zunächst. Wenig später sehe man sie fröhlich miteinander lachen und motiviert zusammenarbeiten.

Die Ferien(s)pass-Angebote finden wie geplant statt

Von einer bedrückten Pandemie-Stimmung ist hier nichts zu spüren – auch nicht auf Seite des Veranstalters. Von rund 300 geplanten Aktionen beim Ferien(s)pass müssen aktuell nur 18 abgesagt werden. Das seien nicht mehr als vor der Pandemie: Gelegentliche Ausfälle gäbe es immer, vor allem aufgrund weniger Anmeldungen zu vereinzelten Aktionen.

Pandemieverschuldete Absagen hängen dagegen meist mit geschlossenen Veranstaltungsorten zusammen, wobei sich das Ferien(s)pass-Team in jedem Fall um eine spontane Ortsverlegung oder Umverteilung der Teilnehmenden bemüht.

„Kochen aus aller Welt“ setzt die kulinarische Reise wie geplant an diesem Donnerstag nach Polen und Russland fort, etwaige Programmänderungen können jedoch jederzeit der Ferien(s)pass-Website entnommen werden. Anmelden kann man sich zu dieser und allen weiteren selbstorganisierten Aktionen bis zum Veranstaltungsvortag im Ferien(s)pass-Büro, die Anzahl freier Plätze kann dazu online live verfolgt werden.

Zur Anmeldung wird der Ferienpass benötigt, eine Liste der aktuell zuständigen Verkaufsstellen ist ebenfalls auf der Ferien(s)pass-Website verfügbar:

www.kja-wuppertal.de/ferienspass

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