Bühne

Kinder haben viel Spaß an der Geschichte des Dschungelhelden

Farbenfroh und unterhaltsam: „Tarzan – das Musical“ fand im Pina-Bausch-Saal großen Beifall.
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Farbenfroh und unterhaltsam: „Tarzan – das Musical“ fand im Pina-Bausch-Saal großen Beifall.

Theater Liberi brachte im Pina-Bausch-Saal „Tarzan – das Musical“ auf die Bühne.

Von Holger Hoeck

Vielstimmige Unruhe waberte durch den Pina-Bausch-Saal im Theater und Konzerthaus: Überwiegend junge Besucher freuten sich auf das zweistündige Familien-Musical „Tarzan“, das das Ensemble des Bochumer Theaters Liberi auf der Bühne präsentierte. „Ich kenne Tarzan nur als Zeichentrick. Bin gespannt, wie das hier so wird“, klärt der siebenjährige Max bei der Suche nach der Sitzreihe seine Großeltern noch auf, die ihm und seiner zwei Jahre jüngeren Schwester die Eintrittskarten zu Weihnachten geschenkt hatten.

Als die Beleuchtung allmählich erlischt, wird es schlagartig still im Saal, und Affenlaute lösen das menschliche Gemurmel ab. Großgezogen von der Affendame Kala und dem Anführer Kerchak hat das erwachsene Findelkind Tarzan ein Zuhause im Dschungel und bei den Affen gefunden, doch spürt er immer stärker seine Andersartigkeit. „Warum seh ich so anders aus?“, grübelt er. Als er schließlich mit Jane, die sich mit ihrem Vater und der zwielichtigen Olivia Clayton auf Dschungel-Expedition befindet, erstmals auf Menschen trifft, durchlebt er vollends ein Gefühlschaos.

Die lustige wie auch spannende Musical-Inszenierung, bei der die bekannte Geschichte, geschrieben vom amerikanischen Schriftsteller Edgar Rice Burroughs, auf moderne Weise erzählt wird, bot beste Unterhaltung für alle Kinder und ihre erwachsenen Begleiter. Gepaart mit zahlreichen Liedern – allesamt Eigenkompositionen – ist die Handlung im farbenprächtigen Bühnenbild auch für die Kleineren gut nachvollziehbar. Zurecht ernten „Tarzan“ Leonhard Lechner, Laura-Sophie Hering als „Jane“ und die weiteren Ensemble-Mitglieder großen Applaus vom begeisterten Publikum nach der Aufführung im nahezu ausverkauften Saal.

„Um die altbekannten Geschichten, zu denen auch noch das ‚Dschungelbuch‘, ‚Aladin‘ und ‚Die Schöne und das Biest‘ gehören, nach unseren eigenen Vorstellungen neu und modern inszenieren zu können, sind die Stücke von A bis Z Eigenproduktionen. Texte, Musik, Bühnenbild, Kostüme – alles wird von uns selbst konzipiert“, erklärt Produzent Lars Arend, der die künstlerische Gesamtverantwortung trägt. Hierbei weiß er ein großes Team hinter den Kulissen an seiner Seite. Das Musical „Tarzan“ wurde von Autor Helge Fedder geschrieben und von Carolin Pommert inszeniert; Jana Flaccus oblag die musikalische Leitung.

Trotz der Bedrohung durch die hinterlistige Clayton (Asya Pritchard) findet das Stück, das insbesondere zentrale Werte wie Freundschaft, Mut und Selbstvertrauen im Fokus hat, ein glückliches Ende.

„Ich wüsste echt gerne, ob Tarzan jetzt bei den Affen bleibt oder mit Jane geht“, grübelt ein Mädchen beim Verlassen des Saals an der Hand ihrer Mutter. „Vielleicht bleibt sie aber auch im Dschungel. Das würde ich bestimmt machen.“

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