Theater und Konzerthaus

Erzählfestival: Kinder haben großen Spaß an tierischen Geschichten

Zum Erzählerteam im Theater und Konzerthaus gehörte auch Susanne Tiggemann. Foto: Tim Oelbermann
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Zum Erzählerteam im Theater und Konzerthaus gehörte auch Susanne Tiggemann.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Es gab viel zu lauschen am Montagmorgen im kleinen Konzertsaal des Theater und Konzerthauses: Raymond den Bostert, einer der beiden nach Solingen gefahrenen Protagonisten, hatte auch in diesem Jahr farbenfrohe und lebendige Geschichten für seine Zuhörer mitgebracht.

Zum Beispiel die über den Frosch und die Schlange, die die besten Freunde werden und sogar ganz unbefangen üben, ob der Frosch wohl ins große Schlangenmaul passt. Oder die über den neidischen Hasen, der dem Otter sein schönes Fell klaut. Warum? Weil er selbst Mittelpunkt der Party sein will, bei der die Tiere denjenigen von ihnen mit dem herrlichsten Fell feiern wollen.

In diesem Jahr ging es zwei Festival-Tage lang schwerpunktmäßig um Tiere, mal war es spannend, mal lustig, mal ging es nachdenklich zu. Lebhaft und immer wieder mit Zwischenfragen, die die Schüler und Schülerinnen mit einbezogen, nahm den Bostert mit in von ihm geschaffene Fantasiewelten. Dabei kam er völlig ohne Requisiten oder Kulisse aus, sondern setzte ausschließlich auf Sprachmelodie, Betonung, Gesten oder Mimik, um sein Auditorium zu fesseln.

Einigen Kindern fiel es schwer, sich eine Stunde lang zu konzentrieren

Zunächst gelang das gut. Viele Kinder hörten gebannt zu und meldeten sich eifrig bei den gestellten Fragen, um zum Beispiel laut mitzuüberlegen, ob die Fledermaus ein Vogel sei, schließlich habe sie doch Flügel. Gegen Ende der knappen Stunde aber mussten die begleitenden Lehrenden der Grundschule Scheidter Straße immer öfter ermahnen und Aufmerksamkeit einfordern. „Das war schon anstrengend für viele Schüler“, war das Fazit aus ihren Reihen, bevor es am Ende der Erzählstunde wieder zurück in die Schule ging. Für Manuela Hoor vom Kulturmanagement, die dieses Format seit Jahren organisiert, erst recht ein Ansporn, weiterhin so etwas anzubieten. „Gerade in der heutigen Welt mit der Bilder-Überflutung durch Internet und TV muss es geübt werden, sich einmal eine Stunde lang zu konzentrieren“, meinte sie.

Zeitgleich hatte Susanne Tiggemann Kindern der Grundschule Böckerhof auf der Bühne des Großen Saales ihre Geschichten erzählt. Jeweils eine Stunde war pro Einheit vorgesehen, das galt auch für die Kita-Gruppen, die später ins Theater kamen: wie zum Beispiel die „Wasserflöhe“ oder die „Grünen Drachen“, für die dem Alter entsprechend andere Geschichten auf dem Programm standen.

Der Familientag am vorangegangenen Sonntag sei ebenfalls sehr gut besucht gewesen, berichtete Manuela Hoor, „So wie immer, für manche Eltern und Großeltern scheinen wir mit dem Erzählfestival inzwischen einen festen Platz in deren Familien-Jahresplan zu haben“. Der Sonntagabend, der sich nur an erwachsenes Publikum richtete, sei dagegen etwas dürftig besucht gewesen. „Da müssen wir im nächsten Jahr deutlicher machen, dass das sozusagen ein Extra-Format ist. Vielen scheint das nicht klar gewesen zu sein.“

Leider war mit Katharina Ritter die dritte im bewährten Erzähler-Trio krankheitsbedingt ausgefallen. „Folglich mussten wir unsere interne Organisation spontan ein bisschen umstricken, aber durch Corona haben wir ja alle gut gelernt, zu improvisieren und schnell auf neue Gegebenheiten zu reagieren“, sagte Hoor.

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