Ohligser Heide

Kinder gehen im Wald auf Spinnenexkursion

Gemeinsam mit der pädagogischen Leiterin Uschi Leifeld waren die Kinder der Nabu-Gruppe in der Ohligser Heide auf Spinnenexkursion.
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Gemeinsam mit der pädagogischen Leiterin Uschi Leifeld waren die Kinder der Nabu-Gruppe in der Ohligser Heide auf Spinnenexkursion.

Naturschutzjugend des Nabu bietet neue Kurse an.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Einen festen Veranstaltungsort haben die Gruppenstunden des Naturschutzbundes (Nabu) nicht. Natürlich nicht. Schließlich geht es darum, die Natur zu entdecken und jede Woche an anderen Orten spannende Dinge zu erfahren. Mit zwei neuen Gruppen, den Nabu-Kids für 6- bis 10-Jährige und der älteren Gruppe für 10- bis 14-Jährige, startet in diesem Monat das neue Programm. In dieser Woche waren die Nabu-Kids in der Ohligser Heide unterwegs. Gemeinsam mit der pädagogischen Leiterin Uschi Leifeld, die sich die Gruppenleitung mit Pia Kamberg teilt, ging es am Mittwoch um „Tiere im Herbst“.

„Spinnen sind spannende und nützliche Tiere“, erklärte Uschi Leifeld. Nach denen hielten die Jungen und Mädchen entlang des Weges dann auch Ausschau. Eine Sprühflasche hatten sie dabei, denn mit ein paar Wassertropfen kann man die Spinnenweben besser sichtbar machen. Und wer kleine Krabbeltiere mal ganz in Ruhe betrachten wollte, der konnte die Insekten vorsichtig mit der Becherlupe einfangen und beobachten – und hinterher natürlich wieder freilassen. Aber auch darüber hinaus hatte der Herbstwald viel zu bieten. „Wir suchen auch nach Spuren der Tiere, angeknabberte Tannenzapfen verraten beispielsweise, dass dort Eichhörnchen unterwegs waren“, so die Natur-Expertin.

Die Kinder hatten Spaß. Victoria (7) war schon zum zweiten Mal dabei. „Im vergangenen Monat haben wir ein Igelhaus gebaut“, erzählt sie, wie im Botanischen Garten aus Laub und Stöcken ein Unterschlupf für die kleinen Stacheltiere entstanden ist.

Der Botanische Garten ist der „Stützpunkt“ für die Nabu-Gruppen. „Aber wir suchen eben auch immer andere Orte auf, den Wald, die Heide oder Obstwiesen“, erklärt Annette Kalde vom Nabu. Während der Corona-Zeit konnten die Gruppen nicht stattfinden. Jetzt will der Naturschutzbund die Kinder- und Jugendarbeit wieder verstärken. „Es geht uns darum, den Kindern die Natur spielerisch näherzubringen, ihnen aber auch den Respekt vor Tieren und Pflanzen zu vermitteln“, so Kalde.

Im Frühjahr geht es zu Teichen und zu den Krötenzäunen

Deshalb wird es in den kommenden Monaten auch dorthin gehen, wo der Nabu Grundstücke in Betreuung hat, zu Teichen oder im März und April zu den Krötenzäunen, die dann aufgestellt werden, um die Amphibien sicher über die Straßen zu bringen. Auch eine Fledermausaktion, Fossiliensuchen und eine Wuppersafari stehen im nächsten Jahr auf dem Gruppenprogramm.

Bei der Herbst-Exkursion ging es auch spielerisch zu. Aus Wolle haben die Kinder selbst ein Spinnennetz gebastelt. Und es ging auch noch eine Nummer größer. Nach der Radnetz-Spinntechnik, wie sie die Kreuzspinne verwendet, hat die Gruppe ein großes Netz aus Kletterseilen gewoben, in dessen Mitte sich die 6- bis 10-Jährigen sogar hineinlegen konnten.

Die ältere Gruppe bietet der Nabu gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem Rheinisch-Bergischen-Naturschutzverein (RBN) an. „Für die Älteren sind dann beispielsweise Vogelbeobachtungen und Geo-Ca-shing in der Natur geplant“, verrät Annette Kalde.

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Termine

6- bis 10-Jährige: alle vier Wochen mittwochs, 15.30 bis 17 Uhr

10- bis 14-Jährige: alle vier Wochen samstags, 14 bis 16.30 Uhr. Die Gruppe startet am 29. Oktober.

Infos und Anmeldung: rbn@rbn-solingen.de
nabu-solingen.de

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