Kinder feiern St. Martin dieses Jahr anders

Die Kinder der Kita Regenbogen werden ihre selbstgebastelten Laternen vermutlich bei einem kleinen Umzug in den Räumen der Kita vorführen. Leiterin Andrea Daun spielt die Martinslieder dazu auf der Geige. Foto: Christian Beier
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Die Kinder der Kita Regenbogen werden ihre selbstgebastelten Laternen vermutlich bei einem kleinen Umzug in den Räumen der Kita vorführen. Leiterin Andrea Daun spielt die Martinslieder dazu auf der Geige. Foto: Christian Beier

Kitas entwickeln alternative Ideen für das Fest

Von Simone Theyßen-Speich

In genau einem Monat würde er eigentlich wieder durch die Straßen ziehen, der St. Martin auf seinem Pferd. Und hunderte Kinder würden ihm singend und mit ihren Laternen folgen. Aber die Martinszüge in den Stadtteilen, den Grundschulen und auch die kleineren Umzüge der Kindertagesstätten kann es in diesem Jahr coronabedingt nicht geben.

Weil das Fest und seine symbolische Bedeutung aber ein wichtiger Bestandteil gerade im Kindergartenjahr sind, wird in den Einrichtungen in der Regel nicht komplett darauf verzichtet. „Wir haben lange diskutiert und nach Alternativen zu einem Martinszug gesucht“, erklärt Kerstin Preußler, Leiterin der Kita Rappelkiste an der Ritterstraße. Weil die Zahlen der Corona-Infizierten zuletzt wieder stark angestiegen sind, habe man sich dazu entschlossen, die Feier in der Einrichtung nur mit den Kindern und ohne Eltern zu feiern.

Die wichtige Aussage des St. Martin-Festes soll aber trotzdem rüberkommen: die Idee des Teilens. „Wir werden die Weckmänner also auch teilen“, so Kerstin Preußler. Auch Laternen haben die Kinder natürlich gebastelt. „Jedes Kind durfte seine Laterne selbst gestalten, eigene Techniken und Materialien einsetzen, darauf sind die Kinder sehr stolz.“

Auch einen kleinen Umzug wird es an der Ritterstraße geben. „Wir können alle Fenster abdunkeln, so dass die Laternen und kleine LED-Lichter, die wir im Haus verteilen, gut zur Geltung kommen“, erzählt die Leiterin. Dann werden die Erzieher den Kindern die Martinsgeschichte als Rollenspiel präsentieren, als Ersatz dafür, dass es in diesem Jahr keinen St. Martin auf dem Pferd an der Ritterstraße geben wird. „Wir machen unser Martinsfest dann auch am Vormittag, damit auch die Zweijährigen daran teilnehmen können“, so Preußler.

Auch an der Kita Regenbogen an der Bausmühlenstraße hat man sich ein alternatives Programm überlegt, genaugenommen sogar zwei Versionen – je nach Vorgaben mit Blick auf die aktuellen Corona-Zahlen. „Wenn es im November erlaubt ist, würden wir ein kleines Martinsfest auf einem Privatgrundstück am Altenberg machen“, erzählt Leiterin Andrea Daun. Dann wären auch ein Martinsfeuer und ein St. Martin samt Pferd möglich. „Der Antrag dafür ist bereits bei der Stadt eingereicht“, so Daun.

Je nach Corona-Auflagen zwei Varianten

Wenn die Corona-Auflagen wieder strenger werden, wird man auch an der Bausmühlenstraße in der Kita selbst den Martinstag begehen. „Dann wird es ein Rollenspiel geben, die Kinder klopfen an die Türen, singen den anderen Kindern etwas vor und bekommen dafür einen Weckmann“, verrät die Leiterin. Leider müsse das Fest dann vermutlich auch ohne Eltern stattfinden, so Daun, die auf ihrer Geige die singenden Kinder musikalisch begleiten wird. Auch die Laternen wurden natürlich schon gebastelt.

In der evangelischen Kita und Familienzentrum Birkerstraße, hofft man, dass die Pandemie-Vorgaben keinen Strich durch die Pläne machen. „Wenn es erlaubt ist, möchten wir mit den Kindern jeweils einer Gruppe und einem Elternteil in der Lutherkirche feiern“, erzählt Leiterin Ute Retterath, die weiß, wie gerne die Kinder ihre selbstgebastelten Laternen zeigen möchten. Vier Gruppen hat die Einrichtung insgesamt. Im Mittelpunkt soll die Martinsgeschichte stehen. Als Alternative würden die vier Feiern in den Gruppen stattfinden.

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