Umwelt-Check

Kinder aus Widdert verteilen nachhaltig geerntete Orangen

Die Klasse 2a der Grundschule Bünkenberg-Widdert half diese Woche beim Orangenprojekt „Süß statt bitter“.
+
Die Klasse 2a der Grundschule Bünkenberg-Widdert half diese Woche beim Orangenprojekt „Süß statt bitter“.

In unserer Serie geht es heute um die jährliche Aktion „Süß statt bitter“ mit dem Verein „SOS Rosarno“.

Von Daniela Neumann

Solingen. Zum zweiten Mal startete in Solingen jetzt die Teilnahme an der Aktion „Süß statt bitter“. Dabei werden frisch geerntete Orangen aus Italien auf direktem Weg importiert. So können den Beschäftigten vor Ort, zumeist Geflohene, faire Preise gezahlt werden. Diese Woche beteiligte sich die Klasse 2a der Grundschule Bünkenberg-Widdert an dem Projekt.

Ich besuche sie , als die Kinder bei den Technischen Betrieben an der Tersteegenstraße die ökologisch produzierten Orangen auf Druckstellen prüfen. Dabei treffe ich auf die Musiklehrerin meines Sohnes, Sabine Buchmüller. Sie hat eine Küchenmaschine mitgebracht und zeigt das Auslesen und Auspressen aussortierter Früchte. Deren Saft wird mit mitgebrachten Bechern probiert. „Wie lecker!“, tönt es da aus dem Kreis der Kinder. Kann ich nur bestätigen. Eliana (7) erklärt mir, was sie gelernt haben – etwa dass die Menschen, die bei der Ernte gearbeitet haben, durch die Aktion „mehr Geld kriegen“. Dass sie das brauchen, weiß Elias (7): „Sie leben in Plastikhütten.“ Über die Lebenszustände der Saisonkräfte, die als Geflohene in Süditalien gestrandet sind, klären mittlerweile Dokumentationen genauso auf wie Leute, die darüber hier bei Vorträgen informieren. Dazu gehört Christine Reinert-Bohne.

Die Koordinatorin der Aktion im Bergischen Land kooperiert mit dem federführenden Verein „SOS Rosarno“. Über den Krämerladen Wermelskirchen sei dieses Jahr die meiste Logistik gelaufen. Außerdem dabei sind die Evangelische Kirche in Solingen, die Evangelische Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof, die vereinte Evangelische Mission mit der Stadt Solingen und die Weltläden Wald und Rupelrath. Hier in der Gemeinde sind sowohl Reinert-Bohne als auch Buchmüller aktiv. Beiden ist es ein Anliegen, praktisch etwas beizutragen und Zusammenhänge zu veranschaulichen. „Zwölf Ehrenamtliche an vier Orten sind im Einsatz“, sagt Reinert-Bohne zum Verteilen der bestellten Orangen. Sie sind auf zehn Paletten mit je 56 Kisten vor einer Woche angekommen. Eine zweite Runde gibt es im Februar.

„Wir planen zusammen mit einem Künstler eine kleine Broschüre“, ergänzt Christine Reinert-Bohne. Von Anfang an dabei als Besteller ist Michael Guenther. Dieses Mal hat er direkt zwei Kisten zu je zehn Kilo bestellt. Zur bestellbaren, nachhaltig geernteten Ware gehören übrigens auch Granatäpfel, Kiwis, Avocados, Clementinen und Zitronen. Finns und Davides Favorit ist indes klar: „Orangen sind krass – wir mögen keine Ananas“, dichteten die beiden Jungen der 2a.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Rund 200 Menschen ziehen durch Solingen
Rund 200 Menschen ziehen durch Solingen
Rund 200 Menschen ziehen durch Solingen
Polizei stoppt angetrunkenen Solinger
Polizei stoppt angetrunkenen Solinger
Polizei stoppt angetrunkenen Solinger
Karnevalisten feiern ausgelassen im Stadtsaal
Karnevalisten feiern ausgelassen im Stadtsaal
Karnevalisten feiern ausgelassen im Stadtsaal
Hotel am Hauptbahnhof: Termin für Baustart bleibt offen
Hotel am Hauptbahnhof: Termin für Baustart bleibt offen
Hotel am Hauptbahnhof: Termin für Baustart bleibt offen

Kommentare