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Kids-Club will schon wieder erweitern

Herz und Hand des Felix-Kids-Clubs: Gunter und Sybilla Felix bereiten seit Wochen die Eröffnung vor. Mariam und Seher warten schon ungeduldig. Foto: Uli Preuss
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Herz und Hand des Felix-Kids-Clubs: Gunter und Sybilla Opitz bereiten seit Wochen die Eröffnung vor. Mariam und Seher warten schon ungeduldig.

Im Mai ist die Eröffnung des Kindertreffs in der Stadtmitte geplant. Der Betreiber verhandelt über ein weiteres Gebäude.

Von Stefan Prinz

Bis zu 1000 Kinder erwartet Gunther Opitz in Kürze jede Woche in den neuen Räumen des Felix-Kids-Clubs. Der Kindertreff ist fast fertig eingerichtet, lediglich einige Brandschutzmaßnahmen müssen noch umgesetzt werden. Damit nimmt eine monatelange Zitterpartie ein glückliches Ende: Noch im Herbst vergangenen Jahres stand der Kids-Club vor dem finanziellen Aus. Die Betreuungseinrichtung für Kinder musste seine Räume in der Lüneschloßstraße räumen, weil der Verein die Miete nicht mehr zahlen konnte.

Die neuen Räume des Kids-Clubs befinden sich in einem ehemaligen Küchenstudio in der Straße am Breidbacher Tor.

Dem Hilferuf im Tageblatt folgten zahlreiche Helfer und Spender, freut sich Gunter Opitz. Für die neue Einrichtung in den 900 Quadratmeter großen Räumlichkeiten kamen innerhalb weniger Wochen 15 000 Euro zusammen. Und auch die Mietzahlung für die neue Unterkunft konnte auf Spendenbasis vorerst gesichert werden. „Das alles hat uns wahnsinnig geholfen“, freut sich der 67-Jährige, der gemeinsam mit seiner Frau Sybilla zentrale Anlaufstelle im Club ist. Die neuen Räume am Breidbacher Tor, einem ehemaligen Küchenstudio, sollen sogar Anlaufstelle für Eltern mit Kleinkindern sein. „Wir wollen damit auch Vätern und Müttern eine Alternative bieten, die keinen Kita-Platz bekommen haben,“ sagt Gunter Opitz.

Außenspielfläche für Jugendliche geplant

Die großzügigen Flächen in dem ehemaligen Küchenstudio sind Gunter Opitz aber nicht genug: „Wir benötigen noch eine Fläche, auf der die älteren Jugendlichen Sport machen und sich mal so richtig auspowern können“, schmunzelt der ehemalige Pfarrer. „Wir stehen dazu in Verhandlungen mit Immobilieneigentümern in der Innenstadt“. Sollten diese erfolgreich verlaufen, bietet der Kids-Club auch einen Außenbereich zum Spielen an.

Standpunkt von Stefan Prinz

Bis jetzt laufen die vorbereitenden Arbeiten sehr gut: „Wir bekommen Unterstützung von allen Seiten.“ Auch die Stadtverwaltung helfe auf Behördenseite sehr mit, dieses Projekt Wirklichkeit werden zu lasen. Eine ganz große Stütze sind für Gunter Opitz die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich in den letzten Monaten zur Mitarbeit gefunden hätten: „Insgesamt 60 ehrenamtliche Betreuer stehen in den Startlöchern“ sagt Gunter Opitz. Zu den Betreuungsangeboten gehören auch Spiel- und Hausaufgaben-Bereiche.

„Dankbarkeit und leuchtende Kinderaugen sind ein großes Geschenk“
Gunter Opitz, Kids-Club-Gründer

„Jeden Tag drängen derzeit schon Kinder und Eltern in unsere Räume und fragen, wann wir endlich öffnen. Die Erwartungshaltung ist offensichtlich groß. Denn viele wissen um das Angebot des Clubs in dem ehemaligen Gebäude in der Lüneschlossstraße: Es gab dort zum Beispiel eigene Räume für Hausaufgabenbetreuung, einen Computerraum und eine Bibliothek. Außerdem stand ein Mehrgenerationencafé mit Küche zur Verfügung. Verschiedene Werkstätten, ein Theaterraum sowie ein Jugendraum mit Billard und Kicker rundeten das Angebot ab. Ein ähnliches Angebot soll es auch in den Räumen im Breidbacher Tor geben. Besser noch: Die Öffnungszeiten sollen nach Möglichkeit sogar ausgeweitet werden – an sieben Tagen in der Woche. Über 3200 Kids und nahezu 2000 Eltern waren zuletzt im alten Club registriert. Für das Angebot müssen die Kinder nichts zahlen. Die Mitarbeiter engagieren sich alle ehrenamtlich. „Wir geben Kindern Raum und Geborgenheit, motivieren und fördern sie. Wir vermitteln ihnen Selbstbewusstsein und gegenseitigen Respekt“, beschreibt Opitz das Konzept des Clubs.

MIETPROBLEM

SPENDEN Nachdem der Kindertreff für seine Vereinsräume in der Lüneschlossstraße die Miete von bis zu 14 000 Euro im Monat nicht zahlen konnte, drohte das Aus. Die finanzielle Belastung für den Club, der ausschließlich von Spenden lebt, ist in den neuen Räumen deutlich geringer. Für die rund 900 Quadratmeter muss der Verein künftig 2100 Euro Kaltmiete im Monat zahlen.

Für Gunter Opitz und Sybilla ist der Kids-Club gerade in diesen Tagen Lebensmittelpunkt. Dennoch sagen sie: „Wir tun es nicht nur für die Kinder. Wir tun es auch für uns. Denn das, was wir an Dankbarkeit und leuchtenden Kinderaugen zurückbekommen, ist ein großes Geschenk.“

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