Lebensrettende Geräte

Kette hilft im Kampf gegen Coronavirus

Beate Brauer und Dr. Georgios Sofianos präsentieren in der Lungenfachklinik Bethanien das ECMO-Gerät (vorn) und das CVVH, das ausgefallene Nierenfunktionen ersetzt. Beide Geräte hat die Kette finanziert. Foto: Christian Beier
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Beate Brauer und Dr. Georgios Sofianos präsentieren in der Lungenfachklinik Bethanien das ECMO-Gerät (vorn) und das CVVH, das ausgefallene Nierenfunktionen ersetzt. Beide Geräte hat die Kette finanziert.

ST-Wohltätigkeitsaktion spendet dem Krankenhaus Bethanien, dem Klinikum und der St. Lukas Klinik lebensrettende Geräte

Von Simone Theyßen-Speich

Die Zahl der Erkrankten möglichst klein zu halten und damit die Situation auf den Intensivstationen der Krankenhäuser nicht kollabieren zu lassen – das ist derzeitiges Ziel aller Bemühungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Auch die Kette der helfenden Hände, die Wohltätigkeitsaktion des Solinger Tageblatts, möchte den erkrankten Menschen in Solingen in dieser Krise helfen. Aufgrund einzelner großer Zuwendungen im Rahmen von Erbschaften in den vergangenen Jahren ist es der Kette möglich, für die drei Solinger Krankenhäuser

Dr. Hans-Ulrich Giesen, Chefarzt der Anästhesie, Intensivmedizin der St. Lukas Klinik.

zusätzliche dringend notwendige Geräte für die Intensivstationen zu finanzieren und die Menschen in Solingen auch auf diese Weise zu unterstützen. Die diesjährige Kette-Weihnachtsaktion für hilfsbedürftige Einzelpersonen und Familien ist selbstverständlich zusätzlich sichergestellt.

Der Lungenfachklinik Bethanien, die derzeit die meisten Covid-19-Patienten behandelt, wurde die Anschaffung von zwei Geräten ermöglicht. Das ECMO hilft bei schweren Covid-19-Verläufen und wenn die konventionelle Beatmung nicht mehr ausreicht, Blut auch außerhalb des Körpers mit Sauerstoff anzureichern. Es bietet somit der Lunge die Chance, zu heilen. Das CVVH ersetzt die ausfallende Nierenfunktion, ein Begleitproblem bei vielen Covid-19-Patienten. Dabei wird das Blut außerhalb des Körpers gereinigt. „Für unsere Patienten sind diese intensivmedizinischen Geräte, die mit der Kette-Spende angeschafft werden konnten, lebensrettend“, bedankt sich Matthias Ruf, Vorstand des Diakonischen Werks Bethanien.

Auch im Klinikum Solingen kann mit der Anschaffung von zwei Nierenersatzgeräten (CVVH) umfangreich geholfen werden. „Gerade in der schwierigen Zeit der Corona-Krise ist dieses Zeichen der Unterstützung schwerstkranker Patienten auf der Intensivstation besonders wertvoll“, freut sich der Medizinische Direktor Prof. Dr. Thomas Standl über die Hilfe durch die Kette.

Im Klinikum zeigt Krankenpflegerin Nahomi Elkaz ein analoges Gerät auf der Dialyse-Station.

In der St. Lukas Klinik kann mit den Kette-Geldern ein mobiles Beatmungsgerät angeschafft werden. Schwer lungengeschädigte Patienten, die auf eine maschinelle Beatmung angewiesen sind, können so unter voller Beatmung und Überwachung transportiert werden. Dies ist etwa bei Untersuchungen notwendig, die nicht auf der Intensivstation durchgeführt werden können. Dazu gehören Röntgen, CT oder spezielle Lungenaufnahmen. Eine integrierte Halterung für Sauerstoffflaschen und eine Hochleistungsturbine ermöglichen einen unkomplizierten Transport innerhalb des Krankenhauses bei vollem Überblick über den aktuellen Beatmungsstatus.

„Dass wir das mobile Beatmungsgerät zusätzlich anschaffen können, erleichtert den Transport und damit die Versorgung von schwer lungengeschädigten Patienten enorm“, freut sich Dr. Hans-Ulrich Giesen, Chefarzt der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie in der St. Lukas Klinik.

Die Kette der helfenden Hände hilft seit mher als 50 Jahren Menschen in Solingen, bei denen zu einer Krankheit oder Behinderung noch finanzielle Not kommt. Spenden an die Kette sind steuerlich abzugsfähig. Die Namen der Spender veröffentlichen das ST, sofern auf der Überweisung nicht „anonym“ angegeben ist.

In unserem Live-Blog finden Sie aktuelle Informationen zu Entwicklungen rund um das Coronavirus in Solingen.

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