Kirche

Katholikenrat empfing mit Kabarett zu Neujahr

Die Vorsitzende des Katholikenrates Ulrike Spengler-Reffgen bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen.
+
Die Vorsitzende des Katholikenrates Ulrike Spengler-Reffgen bedankte sich bei allen Ehrenamtlichen.

Dechant Mohr plädierte für ein offenes Zusammenleben. Das Kabarett hielt Solinger Katholiken humorvoll den Spiegel vor.

Von Susan Jörges

Nomino forte, das sind drei kirchenbegeisterte Kabarettisten, die am Freitagabend den Neujahrsemfang des Katholikenrates zu einem humorvollen Zusammentreffen machten. Nach einer Andacht mit Pfarrer und Stadtdechant Michael Mohr in der Clemenskirche bot das Kabarett im benachbarten Clemenssaal eine gelungene Abwechslung zu den Programmpunkten der letzten Jahre. 

Laut und kräftig beim Namen nennen, so kann der lateinische Begriff Nomino forte frei übersetzt werden. Und genau dies taten Ralf Gassen, Torsten Venzke und Ralph Baumgarten, die seit 2002 als Dreiergespann unterwegs sind. „Wir drei sind alle gerne in der Kirche tätig, doch auch für uns gibt es Vorkommnisse in der katholischen Kirche, die uns zweifeln lassen“, meinte Baumgarten. Mit ein wenig Überspitzung und Humor könnten Kritikpunkte humorvoll reflektiert werden und so ein Weg gefunden werden, damit umzugehen. Kirche stehe immer im Spannungsfeld von Gesellschaft, Staat und Politik, fügte Gassen hinzu.

Selbstverständlich sprachen die Kabarettisten auch relevante Themen des Jahres 2018 wie der Brexit, der Missbrauchsskandal und die Strapazen mit der neuen Datenschutzgrundverordnung an. Die drei ehemaligen Gemeindereferenten schlüpften dabei abwechselnd in verschiedene Rollen: Autolobbyisten, die das Klima retten wollen oder vom Weg abgekommene Familienväter, die Hilfe bei der katholischen Familientherapie suchen – manchmal etwas zaghaft verknüpfte Nomino forte die Krisenthemen des Jahres 2018 mit der Positionierung der katholischen Kirche. 

Schlagfertige Bibelstellen als Antwort auf die Politik

Wer beim politischen Gezanke von Merkel, Seehofer und Trump schon resigniert hatte, dem bot Nomino forte schlagfertige Bibelstellen als Antwort: Andreas Dobrindt als Schwertkämpfer, Seehofer als uniformierter Krieger und Merkel als die schweigende Mitte – geht es nach den Kabarettisten, konnten schon Propheten wie Jesaja über solch ein Verhalten nur den Kopf schütteln. 

Die Vorsitzende des Katholikenrates Ulrike Spengler-Reffgen bedankte sich zu Beginn des Neujahrsempfangs bei allen Ehrenamtlichen und Engagierten. Sie führte aus, dass sowohl die Zusammenlegung der Gemeinden Solingen West zur Gemeinde St. Sebastian als auch die fortlaufenden Planungen für den Pastoralen Zukunftsweg zwei entscheidende Entwicklungen für Solingen seien. „Den Mut zu haben, Dinge auszusprechen, Menschen zu erreichen und Neuland zu betreten, ist entscheidend für die Zukunft der Katholischen Kirche“. Hier konnte auch Dechant Mohr zustimmen, der in seiner Andacht für ein offenes und ehrliches Zusammenleben in Solingen plädierte.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Tötungsdelikt: Spur führt nach Solingen
Tötungsdelikt: Spur führt nach Solingen
Tötungsdelikt: Spur führt nach Solingen
Zwei Verletzte nach Zusammenstoß
Zwei Verletzte nach Zusammenstoß
Zwei Verletzte nach Zusammenstoß
Corona: Zwei weitere Todesfälle - Zwei neue Impfstellen in Wald und Merscheid
Corona: Zwei weitere Todesfälle - Zwei neue Impfstellen in Wald und Merscheid
Corona: Zwei weitere Todesfälle - Zwei neue Impfstellen in Wald und Merscheid
So ist der Ablauf in der neuen Impfstelle in Solingen
So ist der Ablauf in der neuen Impfstelle in Solingen
So ist der Ablauf in der neuen Impfstelle in Solingen

Kommentare