Tradition

Katholiken begehen Allerheiligen

Wie hier auf dem Katholischen Friedhof an der Cronenberger Straße brannten zahlreiche Grablichter an Allerheiligen. Foto: Christian Beier
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Wie hier auf dem Katholischen Friedhof an der Cronenberger Straße brannten zahlreiche Grablichter an Allerheiligen. Foto: Christian Beier

Traditionell wird am 1. November den Verstorbenen gedacht.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen: Auch in diesem Jahr flackerten an Allerheiligen auf den katholischen Friedhöfen der Klingenstadt wieder die Grablichter. Angehörige gedachten der Verstorbenen mit einem stillen Gang zum Grab oder nahmen an einer der speziellen Andachten teil. In diesem Jahr galt für diese Besuche eine Anmeldepflicht.

„Wir haben zuvor alle Familien unserer Gemeinde angeschrieben, die im vergangenen Jahr einen lieben Menschen verloren haben, um sie zu diesen Andachten einzuladen“, sagte Pfarrsekretärin Monika Mertens. Mit großer Resonanz: Die St. Clemens-Kirche war – nach geltenden Corona-Regeln – mit 95 Menschen voll belegt.

Allerheiligen: Maskenpflicht auf dem Friedhof

Für den Besuch der Kirche und des Friedhofs zur Gräbersegnung im Anschluss galt Maskenpflicht. Die Maskenpflicht auf Friedhöfen regeln die Gemeinden selbst. Eine generelle Regelung der Stadt sei derzeit nicht vorgesehen, so Krisenstabsleiter und Dezernent Jan Welzel (CDU).

„An Allerheiligen gedenkt die katholische Kirche aller Heiligen, das heißt, all derer, die das Ziel unseres Lebens, den Himmel, erreicht haben“, erläutert Stadtdechant Michael Mohr die Bedeutung des Feiertags. Das seien zunächst die, die als Heilige verehrt werden. „Allerdings ist das nur ein menschliches Urteil und erfasst sicher nicht all die, die am Ziel bei Gott angekommen sind.“

Das Fest Allerheiligen wolle auch darauf aufmerksam machen, dass es über die bekannten Heiligen hinaus viele unscheinbare oder unsichtbare Heiligen gegeben habe und noch gebe.

Dass nicht an Allerseelen, dem Tag danach, der verstorbenen Angehörigen gedacht werde, liege schlichtweg daran, dass dies kein Feiertag sei. Beide Gedenktage seien sozusagen im Brauchtum zu einer Einheit verschmolzen – was inhaltlich auch Sinn mache.

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