Musik

Kantorin lädt zum Jubiläumskonzert ein

Kirchenmusikdirektorin Stephanie Schlüter freut sich auf das große Jubiläumsprojekt der Kantorei in der Dorper Kirche. Am 6. November um 17 Uhr wird Händels „Messiah“ aufgeführt.
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Kirchenmusikdirektorin Stephanie Schlüter freut sich auf das große Jubiläumsprojekt der Kantorei in der Dorper Kirche. Am 6. November um 17 Uhr wird Händels „Messiah“ aufgeführt.

Anlässlich des 60. Chor-Geburtstags laufen die Proben für Händels englische Version des „Messiah“.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Nachdem „The Messiah“ von Georg Friedrich Händel zum 50. Geburtstag der Dorper Kantorei in der deutschen Textversion zur Aufführung kam, wird nun zum 60. in der Dorper Kirche in englischer Sprache gesungen: Den 6. November sollten sich Oratorien- und speziell Händel-Fans im Terminkalender frei halten. Um 17 Uhr führt die Doper Kantorei unter der musikalischen Leitung von Kirchenmusikdirektorin Stephanie Schlüter „The Messiah“ auf. Sopranistin Lena-Maria Kramer, Milena Haunhorst (Alt), Ferdinand Junghänel (Tenor) und Bassist Harald Marzini übernehmen die Soloparts. Und alles wird von einem Kammerorchester, zusammengestellt von Martin Haunhorst, begleitet.

Eigentlich sei es der 61. Geburtstag, verrät Schlüter, die derzeit konsequent überall Mund-Nasen-Schutz trägt, um eine Corona-Infektion zum Aufführungstag bestmöglich zu verhindern. „Letztes Jahr konnte durch die Pandemie kein Konzert geplant werden“, sagt Schlüter. „Deshalb holen wir das jetzt nach.“

Seit Anfang des Jahres laufen die Proben mit den rund 60 Chormitgliedern plus einiger Gesangsgäste, die seit Jahren für die Oratorien zum Klangkörper dazustoßen. „Wir haben uns im Durchschnitt etwas verjüngt“, erzählt Rebekka Nicolini, die Vorsitzende der Kantorei. „Viele der über 80-Jährigen haben die Coronazwangspause genutzt, um den schon länger geplanten Abschied zu vollziehen. Im Gegenzug haben wir nun einen zunehmend größer werdenden Block an jungen Stimmen, der jüngste Sänger ist 18 Jahre.“

Es mache großen Spaß, diesmal mit der englischen Textfassung zu arbeiten, sagt Schlüter. „So gut die deutsche Übersetzung ist, so runder und geschmeidiger passen das Original und die Musik zusammen. Tatsächlich entsteht so noch einen Hauch besser der Eindruck, etwas aus einem Guss abzuliefern.“

Wenn sie von dem Werk erzählt, gerät sie schnell ins Schwärmen. Der „Messiah“ habe eine unglaubliche Strahlkraft und decke die ganze Bandbreite von Verkündigung ab, sagt sie. „Am Ende steht mit dem unbedingten Erlösungsversprechen über den Tod hinaus helle und klare Hoffnung.“ Damit passe das Werk besonders gut in die krisengebeutelte Zeit.

Seit 2004 steht die Kreiskantorin am Dirigentenpult der Kantorei. Damals übernahm sie den Staffelstab von Eberhard Emmert, einem Chorleiter, der mit dem Ensemble ebenso viel Geschichte geschrieben hat. 1974, als er begonnen hat, stand schon einmal der Händel’sche Messias auf dem Programm, hat Stephanie Schlüter herausgefunden.

Chor ist offen für verschiedene Stile

Inzwischen sei der Chor kein reiner Oratorienchor mehr, sondern habe sich auch anderen Stilen geöffnet. „Nicht mehr nur auf Traditionelles fixiert zu sein, sondern durchaus auch mal Popsongs oder Gospel einzuflechten und das auf hohem Niveau hinzukriegen, macht nicht nur Spaß, sondern steigert auch die Gesamtqualität“, ist sich Rebekka Nicolini sicher. „Es lockert auf, nicht nur eingleisig zu fahren und ist interessanter für interessierte potenzielle Neuzugänge.“ Alles in allem sei man übrigens sehr gut durch die „Saure-Gurken-Zeit“ der Corona-Lockdowns gekommen. „Wir haben immer Kontakt gehalten, telefoniert, kleine Besuche gemacht oder auch in kleinen Gruppen Treffen organisiert“, sagt die Vorsitzende.

Dass manche der Älteren nun nicht mehr aktiv mitsingen, bedeute übrigens nicht, dass sie raus aus der Chorfamilie seien. „Sie helfen im Hintergrund mit Orga-Sachen und sind eine echte Stütze“, sagt Stephanie Schlüter.

„The Messiah“–Aufführung

Termin: 6. November, 17 Uhr, Dorper Kirche, Schützenstraße.

Eintritt: 20 Euro im Vorverkauf, Abendkasse 23 Euro, Jugendliche, Studierende, Schwerbehinderte 15 Euro, Kinder bis 12 Jahre 5 Euro. Vorverkauf über das Solinger Tageblatt, die Geschäfte Bücherwald und Potpourri, die Kantoreimitglieder und online: termine.solinger-tageblatt.de

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