Salontheater

Kammerspielchen feiert vor vollem Haus gelungene Premiere

Nika von Altenstedt (l.) und Ursula Wüsthof spielen die Hauptrollen in „Zwei Frauen und eine Leiche“.
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Nika von Altenstedt (l.) und Ursula Wüsthof spielen die Hauptrollen in „Zwei Frauen und eine Leiche“.

Leiter Ernst Quambusch hofft darauf, dass das Salontheater weitermachen kann.

Von Andreas Römer

Solingen. Volles Haus im Kammerspielchen: Die Vorstellung der Krimi-Komödie „Zwei Frauen und eine Leiche“ von Patricia Melo fand am Mittwochabend großen Zuspruch im Kammerspielchen in Gräfrath. Neben dem Stück interessierte das Publikum, das zum Großteil aus Stammgästen bestand, vor allem die Frage, gibt es auch 2023 Aufführungen im Kammerspielchen? Auch wenn noch kein Programm für den Januar vorliegt, bestätigte Theaterleiter Ernst-Werner Quambusch, dass es weitergeht. Er hofft, in den nächsten Tagen das neue Programm vorstellen zu können.

„Ich plane jetzt erst einmal in Zwei-Monats-Schritten“, sagt der Unternehmer. Die Lage für sein Theater bleibe schwierig. „Wenn jetzt die Energiekosten weiter steigen, weiß ich nicht, ob wir das noch schaffen“, macht er sich Sorgen. Allerdings stimmten ihn die letzten Wochen zuversichtlich. Es waren viele Vorstellungen gut besucht, auch wenn Quambusch einräumt, dass die Zeit rund um Weihnachten und Silvester traditionell gut besucht sei. „Ich hoffe immer weiter auf Unterstützung durch die Stadt, finde aber die Unterstützung durch das Publikum, auf das ich mich jeden Abend freue, ebenso wertvoll und wichtig.“ Insofern freut er sich immer, wenn sein kleines Theater mit 55 Plätzen so voll ist, wie am Mittwochabend.

In Rückblenden wird die Dreiecksgeschichte aufgearbeitet

Und die Gäste hatten ihren Spaß am Zweipersonenstück „Zwei Frauen und eine Leiche“. Die Frauen, Ehefrau Beatriz und die Ex-Geliebte Ana von Psychoanalytiker Joao, beschuldigen sich gegenseitig den Mann ermordet zu haben. Joao liegt in Plastiksäcken verpackt im Zimmer und im Duell der Frauen geht es darum, wer war’s. In Rückblenden wird die Dreiecksgeschichte aufgearbeitet. Die angeblich besten Freundinnen haben sich von Anfang an belogen getäuscht und belauert.

Ursula, „Ulli“, Wüsthof spielt Beatriz, die selbst Ärztin ist und sich vor allem um ihr „dynamisches Gleichgewicht“ sorgt, ihr Leben in Listen plant und ständig am Telefon um die Renovierung des Hauses und auch gleich schon mal um einen Sarg kümmert. Konkurrentin Ana, gespielt von Nika von Altenstedt, war Patientin von Joao, dann Geliebte und schließlich Ex-Geliebte. Sie braucht noch immer die von Joao verschriebenen Pillen und leidet unter chronischem nervösen Husten, den von Altenstedt so überzeugend spielt, dass man zu Beginn Sorgen hatte, dass eine kranke Schauspielerin auf der Bühne steht.

Beide Darstellerinnen überzeugen und geben ihren Figuren ausreichend Rätselvolles, so dass das Publikum im Dunkeln bleibt, wer den wohl die Täterin sein könnte. Beide Frauen haben ausreichend Macken und Motive, dass der Zuschauer es wohl beiden zutraut und immer mal wieder die Seiten wechselt, wer es tatsächlich war.

Am Schluss wird natürlich aufgelöst, wer Joao erschossen hat. Wer wissen will, wie es ausgeht, hat noch Freitag und Samstag Gelegenheit, das Stück im Kammerspielchen zu sehen. Gefallen hat es den Zuschauern bei der Premiere in jedem Fall. Die Darstellerinnen wurden mit minutenlangem Applaus belohnt.

Aufführungen: Freitag, 20 Uhr, Silvester, 16.30 und 19.30 Uhr, Tickets gibt es für 24,50 Euro (plus Gebühr) in den ST-Geschäftsstellen und online: termine.solinger-tageblatt.de

Salontheater

Das kleine Salontheater Kammerspielchen Solingen an der Gerberstraße in Gräfrath geht jetzt ins zwölfte Jahr seines Bestehens. Am 6. Dezember 2011 öffnete sich erstmals der Vorhang. Das Programm für das neue Jahr steht noch nicht, wird aber in Kürze veröffentlicht und ist hier zu finden:
www.theater-kammerspielchen.de

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