Naturschutz

Junge Umweltschützer vermitteln ihre Ideen

Hans Wietert-Wehkamp vom Förderverein Städtefreundschaft Jinotega (l.) und Dr. Franka Bindernagel (Stadt Solingen, r.) stellten gestern die drei jungen Klimaaktivisten aus Mittelamerika vor (v. l.): Sara Esther Chavarría Úbeda, Adan Orlando Rivas Lozano und Kaleth Zelaya Granados. Foto: Tim Oelbermann
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Hans Wietert-Wehkamp vom Förderverein Städtefreundschaft Jinotega (l.) und Dr. Franka Bindernagel (Stadt Solingen, r.) stellten am Donnerstag die drei jungen Klimaaktivisten aus Mittelamerika vor (v. l.): Sara Esther Chavarría Úbeda, Adan Orlando Rivas Lozano und Kaleth Zelaya Granados.

Am Freitag startet in Solingen das Internationale Klimacamp.

Von Isabel Ferreira de Castro

Solingen. Ab Freitag findet in Solingen eine Woche lang das Internationale Klimacamp statt. Dazu haben der Förderverein Städtefreundschaft mit Jinotega und die Stadt Solingen drei Klimaaktivisten aus Mittelamerika für vier Wochen nach Solingen eingeladen. Mit dabei sind Sara Esther Chavarría Úbeda und Kaleth Zelaya Granados, die beide aus Jinotega, Nicaragua kommen, sowie Adan Orlando Rivas Lozano, der aus San Lorenzo (Honduras) zu Gast ist. Die drei sind Mitglied im Netzwerk „Junge Expertise in Aktion für das Klima“ und als lokale Koordinatoren dafür verantwortlich, örtliche Aktivitäten zu organisieren und Kontakte zu nationalen und internationalen Akteuren zu pflegen.

In Solingen erwartet sie ein volles Programm. Neben vielfältigen Workshops und anstehenden Exkursionen in die Region – aber auch nach Brüssel – steht vor allem der Austausch der Teilnehmer im Vordergrund. „Wir müssen jetzt handeln“, bringt Hans Wietert-Wehkamp, der im Vorstand des Fördervereins Städtefreundschaft mit Jinotega ist, das Ziel des Klimacamps auf den Punkt. Vor allem junge Leute sollen mit dem Klimacamp angesprochen und motiviert werden, sich ebenfalls für die Umwelt einzusetzen.

Die drei Gäste aus Mittelamerika haben schon Erfahrungen gesammelt. Alle drei beschäftigen sich schon seit jungen Jahren mit der Umwelt, gerade weil Mittelamerika besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen ist.

„Wir haben nur einen Planeten.“

Adan Orlando Rivas Lozano

Auch Kaleth Zelaya Granados und Sara Esther Chavarría Úbeda, die zusammen in einer nicaraguanischen Gruppe der Klimaaktivisten organisiert sind, betonen die Wichtigkeit des Austausches und der Stärkung des internationalen Netzwerkes, um immer wieder neue Ideen und Maßnahmen zu entwickeln, auszutauschen und umzusetzen.

Sie wollen in der kommenden Woche vor allem ihr Wissen über den Umgang mit Kindern und Jugendlichen bei den Themen Umwelt und Soziales vermitteln. Dazu bringen sie beispielsweise die Idee des grünen Klassenzimmers mit, bei dem Umweltthemen sichtbar gemacht werden sollen. Adan Orlando Rivas Lozano wiederum will sein Wissen über den Schutz der Meere teilen, was in San Lorenzo durch seine Lage am Meer besonders von Bedeutung ist. Der studierte Agraringenieur und Meereskundler hofft, dass ein stärkeres Bewusstsein für die Auswirkungen der Umweltverschmutzung entwickelt wird. Im Hinblick auf das Klimacamp, an dem unter anderem 15 weitere Personen aus Osteuropa teilnehmen, betont Adan Orlando Rivas Lozano: „Wir kommen zwar von unterschiedlichen Kontinenten, aber die Probleme sind die gleichen. Wir haben nur einen Planeten.“

Das Internationale Klimacamp läuft in Solingen bis zum 6. November.

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