Kinderaktion

Junge Teilnehmer präsentieren Rekordzahlen

Die jungen Teilnehmer der Aktion „Grüne Meilen“ präsentierten vor dem Rathaus stolz ihre Rekordzahlen. Foto:
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Die jungen Teilnehmer der Aktion „Grüne Meilen“ präsentierten vor dem Rathaus stolz ihre Rekordzahlen.

Kinderaktion „Grüne Meilen“ fördert Bewegung, Nachhaltigkeit und Verkehrssicherheit

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Die Zahlen, die Julia Ogiermann von der Verbraucherzentrale am Donnerstagmorgen für die Aktion „Grüne Meilen“ präsentieren konnte, waren allesamt Rekorde: 39955 Grundschul- und Kindergartenkinder haben sich in diesem Jahr daran beteiligt, kurze Wege zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Rad zurückzulegen. Als Nachweis gab es dafür die grünen Meilen, die in ein Album geklebt wurden. 34 515 davon sind auf diese Weise dokumentiert worden.

Ein Grund für die Organisatoren von der Verkehrsunfallprävention der Polizei, der Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW und dem Stadtdienst Gesundheit, besonders den Eltern ein großes Dankeschön auszusprechen. „Dafür, dass Sie Ihre Kinder einmal ohne Auto in die Kita, zur Schule, zum Sport oder zur Musikschule gebracht haben und den Gedanken von Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit damit unterstützen“, sagte Ogiermann sauf dem Walter-Scheel-Platz. Vor dem Rathaus fand die diesjährige Umwelt-Aktion nicht nur ihren offiziellen Abschluss, sondern setzte mit einem besonderen i-Tüpfelchen zusätzliche Farbe.

Denn: Statt eines großen Kinderfestes in einer Einrichtung oder Schule, setzte die Ehrung eines erstmals durchgeführten Malwettbewerbs einen gelungenen Schlusspunkt hinter die grünen Meilen. Das Thema des Wettbewerbs: „Ich bin ein Umweltprofi und sammele grüne Meilen“. Eine Jury, bestehend aus Ordnungsdezernent Jan Welzel (CDU), Sofia Thives-Kurenbach (Stab Nachhaltigkeit im Büro des Oberbürgermeisters), Thomas Müller von der Verkehrswacht, Polizeioberrätin Tanja Veljovic und Franz Haug für die Eugen-Otto-Butz-Stiftung, hatte aus 204 eingereichten Bildern die Gewinner ermittelt. Louis Roesler aus der Kita Schatzkiste siegte bei den Kindergärten. Marie Jacobs aus der 4c der Grundschule Uhlandstraße war Erste in der Kategorie Grundschulen.

„Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, bewegen sich. Das ist für die Entwicklung wichtig.“

Katrin Grastat, Verkehrserzieherin bei der Polizei

Marie hatte eine Erdkugel gezeichnet, die Roller fährt. „Wenn das alle Menschen machen würden, hätten wir keine Klima- und Umwelt-Probleme mehr“, sagte sie zur Erläuterung und erntete dafür viel Applaus und anerkennendes Schmunzeln der Anwesenden. Außerdem teilten sich Liana Herlinghaus und Lona Ern aus der 4b der Grundschule Stübchen einen zweiten Platz.

Statt einer Rede suchte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) das Gespräch auf Augenhöhe mit den rund 20 anwesenden Kindern, die als Delegation bei der Abschlussveranstaltung dabei waren. Das gemeinsame Fazit: Eigentlich sei Radfahren oder zu Fuß gehen viel schöner als Auto fahren, denn da sehe man viel mehr. Und außerdem wolle man nicht noch mehr kaputte Bäume durch Schadstoffe haben, so die einhellige Meinung.

Wie motiviert die Kinder waren, zeigte sich auch in der dritten Rekord- Zahl in diesem Jahr: In der 18. Runde der Aktion sind auch 6114 sogenannte „Zusatzmeilen“ zusammengekommen. Das sind gelbe für den Konsum von regionalen Nahrungsmitteln oder blaue für gezieltes Energiesparen. Stolz und aufgeregt präsentierten die Kleinen diese ganzen Zahlen als ausgeschnittene Papp-Ziffern der Öffentlichkeit und hielten sie sichtbar hoch in die klickenden Kameras der Pressevertreter.

Die Aktion soll spielerisch schon kleinen Kindern einen Zugang zum Thema Nachhaltigkeit, Klima, Verkehr und umweltschonende Lebensweise eröffnen. Aber nicht nur unter diesen Gesichtspunkten ist das seit 2003 erfolgreiche Konzept zu sehen. „Kinder, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, bewegen sich. Das ist ein ganz wichtiger Bestandteil zur gesunden Entwicklung. Und sie lernen außerdem sicheres Verhalten im Straßenverkehr“, so Polizei-Verkehrserzieherin Katrin Grastat.

Hintergrund

Etwa ein Fünftel der Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr – insbesondere durch den Innerortsverkehr. Hier sei das Fahrrad gerade auf Kurzstrecken bis sechs Kilometern eine wertvolle Alternative.

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