Umwelt-Check

Junge Leute suchen weltweit nachhaltige Konzepte

Für drei Monate sind Raul Hernandez und Sara Ubeda in Solingen und arbeiten etwa mit Dave Merkel (von rechts).
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Für drei Monate sind Raul Hernandez und Sara Ubeda in Solingen und arbeiten etwa mit Dave Merkel (von rechts).

Heute geht es in unserer Serie um engagierte Besucher aus Mittelamerika in Solingen.

Von Daniela Neumann

Solingen. Sie sehen vor Ort, was Wirbelstürme oder Plastikmüll für Leid verursachen. Und sie wollen etwas dagegen tun und darüber aufklären. Sie, das sind Menschen, die sich von Solingen aus in aller Welt austauschen, um voneinander und miteinander zu lernen.

Das mehrfach geförderte Projekt heißt „Junge Expertise“. Und es geht als Basis um „Hunger nach Wissen“, wie es Raul Hernandez nennt. Der 30- jährige Ingenieur-Anwärter und Lehrer in Ausbildung aus San Lorenzo in Honduras ist über das Projekt derzeit ebenso in der Klingenstadt wie Sara Ubeda. Die 26-jährige Wirtschaftsstudentin lebt in Solingens Partnerstadt Jinotega in Nicaragua. Sie sind über die Junge Expertise zu Gast beim Solinger Forum für soziale Innovation (FSI). Von Solinger Seite wirkt Dave Merkel (25) ehrenamtlich mit, während das FSI mit mehreren Personen ebenso ehrenamtlich die Organisation stemmt.
Alles zu Nachhaltigkeit in Solingen

Sara Ubeda hat bereits Kontakt mit Schulen gehabt und über fairen Handel und den Zusammenhang von Monokulturen, Trockenheit, Wirbelstürmen und Ernteverlusten gesprochen. Ihre Familie stammt aus einer Trockenzone, wo es zuletzt genau um diesen Aspekt ging. Sie war ganz begeistert von der Pflanzensamenbank der Biologischen Station Mittlere Wupper in Solingen, berichtet sie. Ein solches Konzept in der Trockenzone in ihrer Heimat auszuweiten, sei ihr Ziel. Auch für Raul Hernandez war die Station am Vogelsang „ein Traum“, wie er auf Spanisch sagt. Er hat durch Gespräche, etwa auf einer Konferenz in Münster, außerdem festgestellt, dass junge Leute, egal wo, ähnlich etwas tun wollen für die Zukunft.

Dazu brauche es eben erstmal auch Wissen und Bildung, fasst Dave Merkel zusammen. Deshalb befasst sich der Politik-Student derzeit unter anderem mit Geowissenschaften. Über Institutionen gibt er sein Wissen an Jüngere weiter und lernt vor Ort dazu. Etwa, als er in einem der jährlichen Treffen der Jungen Expertise in Mittelamerika Müll aus Mangrovenwäldern gefischt hat. „Dort ballt sich Plastik zu Inseln in der Natur zusammen“, schildert der junge Mann es eindrücklich. Sara Ubeda und Raul Hernandez bestätigen dieses riesige Problem, das weltweit bestehe. Es zu erkennen und zu benennen, ist der erste Schritt, bis dann hier wie dort Müllsammelaktionen laufen und auch die Politik in die Pflicht kommen soll, betonen sie.

Kontakt: Isabel Riedel, i.riedel@fsi-forum.de

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